Fluglotsen-Streik: Welche Rechte hat der Passagier?

Die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Flugsicherung sind abgebrochen worden. Deutschland droht ein Fluglotsen-Streik. Wie sollten Passagiere mit dem Streik umgehen?

Die Fluglotsengewerkschaft (GdF) erklärte, die Verhandlungen mit Vertretern der deutschen Flugsicherung (DFS) seien am Freitag gescheitert. Am Montag will die GdF ihre weiteren Schritte besprechen. Deutschland droht ein bundesweiter Fluglotsen-Streik. Schon zwei Mal waren die Fluglotsen bereit, ihre Arbeit zu niederzulegen, um ihre Forderungen durchzusetzen. Das konnte bisher vor Gericht verhindert werden. Auf die Auswirkungen des Streiks sollten Passagiere gut vorbereitet sein.

Fluglotsen-Streik: Fluggäste sollten vorbereitet sein

Wer für diese Woche einen Flug gebucht hat, sollte sich bei seiner Fluggesellschaft über Flug- und Ankunftszeiten informieren. Diese könnten sich auch noch kurz vor Abflug ändern. Einen finanziellen Schaden haben Passagiere nicht. Sollte der Flug ganz ausfallen, gibt es die Möglichkeit die Kosten erstattet zu bekommen oder auf einen späteren Flug zu warten. Einen Entschädigung für die entgangene Urlaubsfreude gibt es aber leider nicht.

Wer für den Urlaub ein Hotel oder ein Auto gemietet hat und diese Leistungen aufgrund des Streiks nicht nutzen konnte, hat keinen Anspruch auf Schadenersatz. Die Kosten muss der Urlauber selbst zahlen.

Während des Streiks müssen Passagiere auf längere Wartezeiten gefasst sein. Für die Verpflegung ist ab zwei Stunden gesorgt, das regelt die EU-Verordnung. Bei einem Flug bis zu 1500 Kilometern haben die wartenden Fluggäste Anspruch auf Telefonate, Getränke und Mahlzeiten und gegebenenfalls sogar auf Übernachtungen im Hotel. Bei Flügen zwischen 1500 und 3500 Kilometern müssen die Gäste erst drei Stunden und ab 3500 Kilometern sogar vier Stunden warten, um diese Leistungen zu erhalten.

Beförderung oder Gehalt: Woran scheiterten Tarifverhandlungen ?

Nach Angaben der DFS scheiterten die Verhandlungen nicht am Gehalt der Fluglotsen. Die Gewerkschaft habe umfangreiche Beförderungen gefordert. Trotz des Appells an die Verantwortung der Fluglotsen, drohe nun die Eskalation mit einem deutschlandweiten Streik.

Die Gdf fordert außerdem eine schrittweise Anhebung des Gehalts der Fluglotsen. In einem Zeitraum von zwölf Monaten solle ihr Gehalt um 6,5 Prozent angehoben werden. Dazu ist der DFS nicht bereit. Die Flugsicherung bietet eine Erhöhung des Gehalts um 3,2 Prozent ab dem 1. August an. Ab dem 1. November solle das Gehalt dann um weitere zwei Prozent steigen. Zusätzlich ist die Flugsicherung bereit, eine Einmalzahlung in Höhe von 0.8 Prozent des Bruttojahresgehalts zu leisten.

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