Syrien: Ruf nach bewaffnetem Aufstand wird lauter

Der in Istanbul gegründete Nationalrat syrischer Rebellen hofft auf eine gewaltfreie Lösung der Unruhen in Syrien. Einige Gruppen innerhalb der Opposition glauben jedoch, der Sturz Assads sei nur mit Waffengewalt möglich.

Am vergangenen Sonntag erklärte der Nationalrat der syrischen Rebellen in Istanbul noch, es gebe keine einheitliche Forderung nach Gewalt. Am Freitag sagte ein Sprecher der Opposition, Bassma Kodmani, gegenüber der türkischen Zeitung „Zaman“, er befürchte einige Gruppen der Rebellen könnten zu einem bewaffneten Aufstand aufrufen. Experten rechnen schon seit einiger Zeit mit einem bewaffneten Kampf zwischen Oppositionellen und Assad-Anhängern.

Der in Istanbul gegründete Nationalrat hat zum Ziel, alle Oppositionsgruppen zu vereinen und ein demokratisches System aufzubauen. Die Mitglieder des Rates bleiben weiterhin aus Sicherheitsgründen geheim. Sie wollen den Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad auf gewaltfreie Art erreichen. Assad dagegen geht mit entschiedener Gewalt gegen seine Gegner vor. Nach UN-Angaben sind in Syrien über 2900 Menschen getötet worden.

Assad: „Ohne Krieg, wird er nicht fallen“

Der Nachrichtenagentur „Reuters“ gegenüber erklärte ein Führer der Free Syrien Army er plane den ersten bewaffneten Aufstand gegen Assad. Riad al-As’aad, ein Deserteur, behauptet seine Truppen hätten schon in nördlichen Gebieten des Landes syrische Sicherheitskräfte angegriffen. Er meint, ohne einen Krieg, könne Assad nicht gestürzt werden.

 

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