WM-Quali: Nun hofft die Türkei auf deutsche Hilfe

Die Türken zittern um ihre Teilnahme an der EM. Ihre letzte Chance ist ein Sieg gegen Aserbaidschan am Dienstag. Gleichzeitig muss Deutschland gegen Belgien gewinnen, damit die Türkei Gruppenzweiter wird.

Die Türkei hofft weiterhin auf eine EM-Qualifikation. Nach der enttäuschenden Leistung gegen Deutschland am Freitag könnte das schwer werden. Der Trainer der türkischen Nationalmannschaft Guus Hiddink äußerte sich nach dem Spiel dem türkischen Sender „NTV“ gegenüber optimistisch: „Am Dienstag müssen wir gewinnen. Wenn wir davon ausgehen, dass Deutschland das Spiel gegen Belgien gewinnt, qualifizieren wir uns damit für die Play-Off-Runde. Das wird keine Überraschung sein.“ Das Schicksal der Türkei liegt zur Hälfte in der Hand der deutschen Nationalmannschaft.

Deutschland hat sich als Gruppenführer bereits für die EM qualifiziert. Selbst wenn sie das Spiel gegen Belgien verlieren, sind sie weiter. Für die Türkei ist ein Sieg der Deutschen umso wichtiger. Joachim Löw betonte, die deutsche Mannschaft werde das Spiel gegen Belgien äußerst ernst nehmen. Schon allein die sportliche Fairness würde das verlangen.

Hamit Altintop: „Talent allein reicht nicht“

Hamit Altintop, Kapitän der türkischen Nationalelf, gab sich nach dem Spiel selbstkritisch. Nach sechs Monaten habe er wieder sein erstes Spiel gespielt. Seine Mitspieler und er hätten nicht gezeigt, was sie können. Talent allein reiche eben nicht aus. Die Mannschaft müsse sich weiterentwickeln. Die deutsche Nationalmannschaft könne dabei als Vorbild dienen, so Altintop.

Das schlechte Abschneiden der Türken führt die türkische Presse allerdings auf den Trainer zurück. Sollte sich die Türkei nicht für die EM qualifizieren, werde Hiddinks Vertrag, der 2014 endet, nicht verlängert, berichtet die Zeitung „Hürriyet“. Die „Hürriyet“ lässt seit Samstag auf ihrer Internetseite darüber abstimmen, ob Hiddink Trainer der Türken bleiben solle.

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