Türkei vs. Aserbaidschan: Hiddink gibt sich siegessicher

Wenn die Türkei die EM-Qualifikation gegen Aserbaidschan verpasst, ist das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gleichzeitig das Aus für Guus Hiddink als Trainer der türkischen Nationalmannschaft.

Nach dem 1:3 gegen Deutschland am Freitag vergangener Woche steht dem Niederländer Hiddink das Wasser bis zum Hals. Zwar hat die Türkei noch immer eine Chance auf das Erreichen der Endrunde der EM 2012 in Polen und der Ukraine, jedoch ist sie auf Beihilfe Deutschlands angewiesen. Eine souveräne Playoff-Qualifikationsrunde sieht anders aus. Mit einem Punkt Rückstand auf Belgien liegen die Türken nur auf Rang drei in der Tabelle und drohen damit an der EM-Qualifikation zu scheitern – vier Jahre nachdem die Türkei bei der EM in Österreich und der Schweiz noch das Halbfinale erreichte.

Generell sieht es nach wie vor von außen so aus, als sei Hiddink noch immer nicht so richtig warm geworden mit der türkischen Nationalmannschaft. Nicht unschuldig daran ist allerdings der Fußball-Manipulationsskandal, der in den vergangenen Monaten die Schlagzeilen bestimmte. Hiddink hatte gedroht, dass er seinen Job als Nationaltrainer quittieren würde, sollten sich die Vorwürfe, dass systematisch manipuliert wurde, bewahrheiten.

Für Irritationen sorgte er aber auch selbst, als im Frühsommer sein Wechsel zum FC Chelsea im Raum stand. Hiddinks Plan, sowohl Chelsea als auch die Türkei gleichzeitig zu trainieren, kam dann aber nicht zustande. In den türkischen Medien war in den letzten Wochen verstärkt darüber spekuliert worden, dass ein Nichterreichen der EM gleichzeitig das Ende der Zusammenarbeit zwischen Hiddink und dem türkischen Fußballverband TFF bedeuten würde. „Es wird erwartet, dass sich die Wege des türkischen Fußballverbands (TFF) und Hiddinks trennen werden, wenn es die Türkei nicht in die Playoffs schafft“, berichtete etwa die Tageszeitung Milliyet unter Berufung auf anonyme Quellen.

Hiddink: „Wir glauben, dass wir die Playoffs erreichen“

Den Niederländer bringt die Lage vor dem letzten EM-Quali-Spiel zumindest rein äußerlich nicht aus der Ruhe: „Wir müssen am Dienstag gewinnen und Belgien muss Deutschland schlagen. Wir glauben, dass wir die Playoffs erreichen, da es bei diesen Spielen keine Überraschungen geben kann“, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Wenn die Türkei am Dienstag gegen Aserbaidschan gewinnt und Belgien gegen Deutschland verliert, ist es geschafft. Gleiches gilt, wenn Belgien gegen Deutschland verliert und die Türkei gegen Aserbaidschan nur Unentschieden spielt. Trotz Punktgleichheit wäre dann das Glück auf Seite der Türken, da sie den direkten Vergleich gegen Belgien gewonnen hatten (3:2 im Heimspiel; 1:1 in Belgien).

Kazim Kazim, Flügelspieler von Galatasaray, glaubt, dass die Deutschen wie angekündigt alle Spiele ihrer Gruppe gewinnen wollen wie schon die Spanier vor zwei Jahren, als diese sich für die Weltmeisterschaft 2010 qualifiziert hatten: „Also ich glaube nicht, dass sie es leicht nehmen gegen Belgien. Das macht unsere Aufgabe noch klarer, wir müssen einfach nur gegen Aserbaidschan gewinnen.“

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