Reformjudentum spendet für Wiederaufbau der Moschee in Israel

Die Moschee, welche am Sonntag vor einer Woche von radikalen Fundamentalisten im Norden Israels in Brand gesteckt wurde, soll mit der Hilfe von Geldern des Reformjudentums wieder aufgebaut werden. Dafür wurde extra ein Fond eingerichtet.

Der Brandanschlag auf das muslimische Gotteshaus in dem israelisch-arabischen Dorf Tuba Sangria in Nordgaliläa hatte sich vor eineinhalb Wochen zugetragen. Führer der jüdischen Reformbewegung hatten den Angriff verurteilt und noch am selben Tag des Anschlages die Einrichtung eines Fonds angekündigt, mit dem die Moschee wieder aufgebaut werden könnte.

„Wir stehen an der Seite des Staates Israel“

Israels Präsident Shimon Peres, der den Tatort mit den beiden Oberrabbinern besuchte,  hatte erklärt, dass der Angriff „gegen die moralischen Werte und den Geist“ von Israel sei.

Der Präsident der Union des Reformjudentums Eric Yoffie sagte: „Wir verurteilen diese Taten des Hasses auf das Schärfste. Sie sind unentschuldbar und spiegeln nicht die jüdischen Werte zu irgendeiner Zeit wider. Sie sind besonders verwerflich während dieser Zeit unserer heiligen Feiertage. Wir stehen an der Seite des Staates Israel in seinem Engagement, die Urheber dieser Verbrechen rasch vor Gericht zu bringen und die Sicherheit und Religionsfreiheit für alle israelischen Bürger zu gewährleisten. “

Solidarität der Juden mit den Muslimen

Rabbi Daniel Allen, Geschäftsführer des Verbandes der Reformziosten von Amerika (Association of Reform Zionists of America/ ARZA), sagte: „Jetzt ist die Zeit, um zu demonstrieren, dass wir beim Aufbau einer umfassenderen, pluralistischen, demokratischen israelischen Gesellschaft helfen können, vor allem angesichts der kriminellen Aktionen gegen einen israelischen Ort der Anbetung.“

„Die Central Conference of American Rabbis (CCAR) hat seit Jahren darauf bestanden, dass unser Engagement für Pluralismus in Israel wie anderswo, mehrdimensional sein muss, einschließlich der religiösen, kulturellen und ethnischen Rechte der israelischen Araber“, erklärte CCAR-Geschäftsführer Steve Fox.

Der Verband ARZA hat in Zusammenarbeit mit der „Union for Reform Judaism“ (URJ), der zentralen Konferenz der Reform Rabbis (CCAR), der Reformbewegung Israel (IMPJ) und dem „Israel Religious Action Center“ (IRAC) einen Fonds für die Sanierung der geschändeten Moschee eingerichtet (mehr unter www.ARZA.org).

Auch in Deutschland wird für den Wiederaufbau der Moschee in Israel gespendet. Der Rektor des Potsdamer Abraham-Geiger-Kollegs, Rabbiner Walther Homolka, hat dafür einen Fond eingerichtet.

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