Sibel Kekilli: Skandal bei muslimischem Festival wegen Porno-Vergangenheit

Im Rahmen eines muslimischen Filmfestivals im russischen Kazan wurde die türkischstämmige deutsche Schauspielerin Sibel Kekilli ausgezeichnet. Im Nachhinein sorgte die Ehrung jedoch für großen Unmut.

Ildus Faizov, der muslimische Führer der Teilrepublik Tartastan, stieß sich wegen Sibel Kekillis Vergangenheit in der Porno-Branche an ihrer Auszeichnung als beste Darstellerin im Bereich Dramaturgie. Dass sie die diesjährige Grand Prix Siegerin ist, empfindet der einflussreiche Mufti, der auch das Kultusministerium angreift, als große Enttäuschung. In seinen Augen lebe die Schauspielerin nicht im Einklang mit den Normen des Islam. Festivalsprecher Ajgul Dawletschin wies die Vorwürfe zurück. Vor der Verleihung war nicht bekannt, wer in diesem Jahr Preisträger sein wird.

Pornoproduktionen liegen teils zehn Jahre zurück

Geehrt wurde Kekilli von der Jury für ihre Darstellung im Film „Die Fremde“. Darin spielt sie eine kurdischstämmige Deutsche, die gemeinsam mit ihrem Sohn die Türkei hinter sich lässt, um in Deutschland ein neues, selbstbestimmtes Leben anzufangen.

Internationalen Ruhm erlangte die 31-Jährige als Hauptdarstellerin in Fatih Akıns mehrfach prämiertem Streifen „Gegen die Wand“. Anfang des Jahrtausends wirkte sie allerdings auch in einigen Porno-Produktionen mit. Großflächige Bekanntheit erlangten diese jedoch erst nach einer umfassenden Berichterstattung in der deutschen Medienlandschaft. In diesem Jahr ist sie mit „What a Man“ unter der Regie von Matthias Schweighöfer erstmals in einer Komödie zu sehen.

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