USA: Iran plante Terrorakte in Washington

Nur wenige Tage nachdem bekannt wurde, dass ein 26-Jähriger via Modellflugzeug Anschläge auf das Pentagon plante, gibt es jetzt eine weitere Terrormeldung aus den USA. Amerikanische Ermittlungsbehörden konnten einen Anschlag auf den saudi-arabischen Botschafter in Washington vereiteln.

Anders als im Fall von Rezwan Ferdaus, der Modellflugzeuge mit einer explosiven Ladung bestücken wollte, soll laut US-Justizministerium diesmal auch der Einsatz von Massenvernichtungswaffen geplant gewesen sein. Ziel der Aktivitäten sei der saudi-arabische Botschafter, Adel Al-Jubei, in den USA gewesen. Er sollte angeblich in einem von Diplomaten stark frequentierten Restaurant ermordet werden. Daneben seien die israelische und saudi-arabische Botschaft in Washington sowie in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires als Angriffsziele vorgesehen gewesen.

FBI und DEA nahmen Verdächtigen in New York fest

In einer gemeinsamen Aktion von FBI und der amerikanischen Anti-Drogen-Behörde DEA sei es jedoch gelungen, das Vorhaben, das bereits seit vergangenem Frühjahr vorbereitet wurde, zu verhindern. Ein verdächtiger Iraner konnte demnach in New York verhaftet werden. Ein weiterer Iraner, Gholam Shakuri, Mitglied der Quds-Brigade und im Besitz eines US-Passes, befinde sich allerdings noch auf freien Fuß an einem unbekannten Ort im Iran.

Nach Angaben von US-Justizminister Eric Holder soll der Iran den Mordanschlag geplant haben. In einer Pressekonferenz erklärte er am Dienstag, dass das Attentat auf Al-Jubei von „Elementen der iranischen Regierung“ vorbereitet wurde. Konkret soll es sich um Mitglieder einer Spezialeinheit der Revolutionären Garden handeln. Holder kündigte an, den Iran zur Verantwortung ziehen zu wollen.

Terrorist wolle Mitglieder des mexikanischen Drogenkartells

Bereits seit Mai dieses Jahres waren die Behörden dem 56-jährigen Mansor Arbabsiar auf der Spur. Er soll versucht haben, ein Mitglied des mexikanischen Drogenkartells als Mittäter anzuwerben, sei dabei aber auf verdeckte Ermittler gestoßen. Diesem soll er bereits 100.000 Dollar als Anzahlung für den Auftragsmord auf ein Konto in den USA überwiesen haben.

Am 28. September sei Arbabsiar schließlich auf dem Flughafen in Mexiko City festgenommen worden. Er soll auf dem Rückweg aus dem Iran gewesen sein. Arbabsiar behauptet jetzt, dass er seine Anweisungen direkt von hochrangigen iranischen Regierungsmitgliedern erhalten habe und diese das Vorhaben unter Hinnahme zahlreicher Toter gebilligt hätten. Teheran hat bisher noch nicht offiziell auf den Fall reagiert.

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26-Jähriger plante Anschläge auf Pentagon

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