Unwetter in Türkei: „Ort von der Landkarte gefegt“

Die Bilanz der Unwetter an der Westküste der Türkei ist erschreckend. Sieben Tote, zahlreiche Verletzte und immer noch werden mindestens zwei Personen vermisst. Die Menschen werden vom Katastrophenschutz und freiwilligen Helfern versorgt. Viele Häuser sind nicht mehr bewohnbar.

An der Westküste der Türkei sind die Aufräumarbeiten nach den verheerenden Stürmen in vollem Gange. Am schlimmsten hat es das Dorf Haskizilören in Antalya getroffen. Hier und in der Umgebung müssen die Menschen weiterhin ohne Strom auskommen. Die Schule des Dorfes ist zum Verteilerzentrum von Hilfsgütern umfunktioniert worden. Von 30 Häusern des Dorfes sind nur noch Trümmer übrig. Allein im Dorf wurden seit Sonntag sechs Menschen vermisst, vier von ihnen konnten nur noch tot geborgen werden. Nach dem Rest wird verzweifelt gesucht. Der Umkreis wurde ausgeweitet, denn eines der Opfer wurde erst in 33 Kilometern Entfernung zum Dorf gefunden.

„Ort von der Landkarte gefegt“

Durkadin Kutlu hat ihre Schwester, deren Mann und ihre Nichte verloren. „Wären wir noch fünf bis zehn Minuten länger im Haus geblieben, hätten wir auch nicht überlebt“, erklärt Kutlu. Rasim Bulut muss den Verlust seines Vaters Hasan Bulut verarbeiten. Während er anderen half, konnte er ihm nicht mehr zur Hilfe eilen: „Zwei unserer Nachbarn konnten wir retten, aber nicht meinen Vater“. Mehmet Şükrü Toklu war mit gleich vier der ums Leben gekommenen verwandt. Er trauert aber auch um das Dorf: „Unsere Trauer ist groß. Dies war ein schöner Ort. Jetzt wurde er von der Landkarte gefegt.“

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