Strauss-Kahn vs. Banon: Ermittlungen eingestellt!

Seit Anfang September ist der einstige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn zurück in seiner Heimat Frankreich. Jetzt ist klar: Hier wird kein Ermittlungsverfahren wegen versuchter Vergewaltigung eingeleitet. Obwohl er eine Annäherung gegenüber Tristane Banon bereits gestanden hat.

Die französischen Behörden zogen an diesem Donnerstag mit ihren New Yorker Kollegen gleich. In den USA stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen rund um das Zimmermädchen Nafissatou Diallo und eine vermeintliche Vergewaltigung vier Monate nach der Festnahme Strauss-Kahns ein. Gleiches ist nun in Frankreich geschehen: Nach Ansicht der hiesigen Behörden sei die Strafverfolgung wegen Mangel an Beweisen einzustellen.

Sexuelle Nötigung nach drei Jahren verjährt

Im Fall der Schriftstellerin Tristane Banon, die dem einst aussichtsreichen Präsidentschaftskandidaten vorwirft, im Februar 2003 versucht zu haben, sie zu vergewaltigen gehen die Behörden mittlerweile von einem „sexuellen Übergriff“ aus. Dieser sei allerdings verjährt. Sexuelle Nötigung kann in Frankreich binnen einer Frist von drei Jahren geahndet werden.

Erst Ende September kam es zu einer Gegenüberstellung zwischen vermeintlichem Opfer und Täter. Während Banon den ehemaligen Wirtschaftsminister beschuldigt, während eines Interviewtermins über sie hergefallen zu sein, wies der sämtliche Vorwürfe als „frei erfunden“ zurück. DSK bezeichnete das Geschehene lediglich als „Avancen“. Es sollen keine Aggression oder gar Gewalt im Spiel gewesen sein. Als sie den Versuch sie zu küssen nicht erwiderte habe er abgelassen.

Tristan Banon gibt sich noch nicht geschlagen

Die 32-jährige Banon will sich damit aber offenbar nicht zufrieden geben. Kurz nach der Entscheidung kündigte sie an, notfalls einen Prozess als Nebenklägerin erzwingen zu wollen.

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