Türkei: Polizei findet 70 Illegale in einem einzigen Haus!

Polizeibeamte der Istanbuler Einheit für Wirtschaftskriminalität haben am vergangenen Donnerstag 70 illegale Einwanderer im Bezirk Sultangazi festgenommen. Am 9. Oktober war hier ein Feuer ausgebrochen, bei dem sieben Menschen ums Leben kamen. Erst später stellte sich heraus, dass es sich bei den Toten um illegale Einwanderer handelte.

Als die Polizeibeamten von Sultangazi jetzt erneut am Unglücksort eintrafen, kamen sofort Menschen aus der Nachbarschaft auf sie zu und erzählten ihnen, dass sie den Verdacht hätten, dass es in dieser Straße ein weiteres Haus gäbe, in dem sich illegale Einwanderer versteckt hielten.

70 Illegale auf 80 Quadratmeter eingesperrt

Umgehend machten sich die Polizisten zum verdächtigen Gebäude, um es näher in Augenschein zu nehmen. Die Fenster des Hauses waren vergittert. Die Tür war von außen abgesperrt. Mit Hilfe eines Schlüsseldienstes drangen die Beamten schließlich in das Innere vor und stießen dort auf 70 illegale Migranten aus Myanmar – zusammengepfercht in ein Haus, das höchstens 80 Quadratmeter misst. Daneben fanden die Polizisten eine Vielzahl an Telefonnummern, die meisten davon waren griechisch, sowie Papiere mit arabischer Schrift, die ebenfalls eine Menge Fragen aufwarfen.

Steckt der gleiche Menschenhändlerring dahinter?

Die Illegalen wurden zunächst auf die Polizeistation von Sultangazi gebracht, um sie dort zu verhören. Die Beamten wollen nun untersuchen, ob es Zusammenhänge zwischen dem Feuer vor wenigen Tagen und diesen Menschen geben könnte. Sie vermuten, dass der gleiche Menschenhändlerring dahinter stecken könnte. Bis ihre Gerichtsverfahren abgeschlossen sind und sie abgeschoben werden können, wurden die Leute nun erstmal in Unterkünften für Migranten untergebracht.

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