Die Flut ist da: Bewohner von Bangkok stellen sich auf das Schlimmste ein

Es ist die schwerste Flut, die Thailand in den letzten 50 Jahren erlebt hat. Mit 1,7 Millionen Sandsäcken versuchen die Rettungskräfte zu verhindern, dass Wasser ins Zentrum von Bangkok eindringt. Schon jetzt steht die Stadt teilweise unter Wasser. Wie lange werden die Dämme noch halten?

„Wir werden strategische Gebiete und das Herz der Wirtschaft schützen“, versuchte Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra die Thailänder noch einmal zu beruhigen. Gleichzeitig forderte sie die Bevölkerung der 12-Millionen-Einwohner-Stadt Bangkok auf, diese möglichst zu verlassen.

Der Aufforderung nach kamen allerdings nur wenigen. Die Bewohner dort haben sich vielmehr auf das Schlimmste eingestellt: In den Supermärkten sind haltbare Lebensmittel wie zum Beispiel Tütensuppen mittlerweile gar nicht mehr zu bekommen. Mit regelrechten Hamsterkäufen bereiten sie sich darauf vor, tagelang nicht aus ihren Häusern und Wohnungen zu kommen. Haus- und Ladenbesitzer sorgen ebenfalls vor: Schaufenster wurden kurzerhand zugemauert, die Eingänge mit Sandsäcken verbarrikadiert.

Ein Drittel von Thailand steht unter Wasser

Die anhaltenden starken Regenfälle haben den Norden des Landes bereits völlig überflutet. Seit vergangenen Juli wurde ein Drittel Thailands unter Wasser gesetzt. Rund 300 Menschen haben die Fluten bisher das Leben gekostet. In den Außenbezirken Bangkoks stehen die Bewohner bereits knietief im Wasser. Teilweise steht das Wasser sogar 2,30 Meter hoch. Die Bedrohung durch den Fluss Chao Phraya wächst von Stunde zu Stunde. Teilweise sollen die Wassermassen bereits in die Innenstadt geschwappt sein. Die höchste Alarmstufe ist ausgerufen. Unterdessen lassen die Regenfälle im Norden des Landes nicht nach. In Bangkok wurden bereits 67 Evakuierungszentren eingerichtet. Für dieses Wochenende werden weitere Wassermassen erwartet.

Sky News hat die kritische Situation in Bangkok eingefangen:

Mitten in der Stadt befindet sich auch dieser User. Er fängt den Regen mit seinem Handy ein:

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