Pippa Malmgren: Die Deutschen müssen zurück zur D-Mark

Laut Pippa Malmgren, Wirtschaftsberaterin von US-Präsident George W. Bush, kann der Euro in seiner gegenwärtigen Form nicht überleben. Sie rechnet mit weiteren Staatspleiten und glaubt sogar, dass Deutschland bereits mit dem Drucken von neuen D-Mark-Scheinen begonnen habe.

„Die öffentlichen Gelder sind für die Öffentlichkeit da und nicht für die Banken“, stellt Pippa Malmgren am Ende ihres ausführlichen Gespräches mit den Deutschen Mittelstands Nachrichten fest. Die einstige Beraterin von George W. Bush und heutige Leiterin der Asset Management Firma Principalis in London, geht in ihrer Analyse der jetzigen Finanzkrise deutlich weiter als viele Politiker derzeit auszusprechen wagen.

Neben Griechenland werden noch einige Staaten pleitegehen

Die ist überzeugt, dass die Europäer die gigantischen Sparprogramme, die ihnen derzeit aufgezwungen werden weder stemmen können, noch der gigantischen Schuldenlast, die auf ihnen liegt überhaupt Herr werden. „(…) neben Griechenland werden auch Italien, Belgien, Spanien, Portugal und leider auch Irland pleitegehen“, so die Expertin. Die Gefahr für Deutschland sieht sie hier insbesondere in einer Inflation, was das Land jedoch nicht mitmachen werde.

„Ich weiß von Gesprächspartnern, dass der Denkprozess weit über das hinausgeht, was öffentlich gesagt wird“, gibt Malmgren einen Hinweis auf das, was vielleicht schon hinter verschlossenen Türen anläuft. “ Ich glaube, dass Deutschland bereits mit dem Drucken von neuen D-Mark-Scheinen begonnen hat. Außerdem sind die alten D-Mark-Scheine nach der Einführung des Euro meines Wissens nicht vernichtet worden.“ Sie ist überzeugt, in De La Rue habe man bereits damit begonnen.

Der Staat hat den Gesellschaftsvertrag gebrochen

Doch selbst wenn das der Fall sein sollte, so habe die Gesellschaft derzeit ein sehr grundlegendes Problem. Und das nicht nur in Europa, sondern auch in den Vereinigten Staaten: „Wer werden den Gesellschaftsvertrag neu verhandeln müssen.“ Denn der Staat habe den Gesellschaftsvertrag gebrochen. Die Bürger würden jetzt zu recht eine Neuverhandlung des grundlegenden Gesellschaftsvertrages einfordern.

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