Flut in Thailand: Über hundert Krokodile ausgebrochen

Die Pegel in Thailand sinken zwar wieder, die Gefahr ist jedoch noch nicht überwunden. Durch das Hochwasser sind Krokodile zur neuen Bedrohung geworden.

„Das schlimmste Hochwasser in der thailändischen Geschichte“ – so nennt die Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra die Überschwemmungen in ihrem Land.
Das Wasser stand teilweise über 2,30 Metern hoch in den Vororten Bangkoks. Viele Vororte wurden komplett überschwemmt. Die größte Angst, die Überflutung der Innenstadt Bangkoks, blieb unbegründet. Es schien, als sei das Schlimmste verhindert worden. Nach dem Höchststand am Sonntag sinken die Pegel wieder.

25 Euro für jedes gefangene Krokodil

Nun müssen sich die Menschen in der ehemaligen Hauptstadt Ayutthaya allerdings vor mehr als hundert Krokodilen schützen, die aus einer Aufzucht in der Nähe stammen. Die Einrichtung einer Hotline für gesichtete Tiger, Schlangen oder Krokodilen sei schon in Arbeit. Für ein gefangenes Krokodil bietet die Regierung 25 Euro. „Die Krokodile müssen gefangen werden, um die Sicherheit der Einwohner zu garantieren“, so der thailändische Gesundheitsminister Vitthaya Buranasiri. Trotz der neuen Bedrohung durch die Reptilien zeigt sich Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra in einer Rundfunkansprache optimistisch und betont: „Ich glaube, Bangkok wird sicher sein“.

Seit Ende Juli kämpft Thailand mit dem anhaltenden Monsunregen. Die Wassermassen haben den Chao Phraya am Sonntag zu seinem höchsten Pegelstand anschwillen lassen. Zwei Drittel Thailands sind betroffen. 300 Menschen sind den Überschwemmungen bisher zum Opfer gefallen. Nach Schätzungen der Behörden beläuft sich der finanzielle Schaden auf über zwei Milliarden Euro.

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