Ehestreit in der Türkei endet blutig: 15-jähriger stirbt

In der Türkei ist am Wochenende ein Ehestreit eskaliert. Aus einer geplanten Versöhnung mit den beteiligten Familien wurde plötzlich eine Schießerei mit tödlichen Folgen.

In der türkischen Provinz Şanlıurfa eskalierte am Sonntag ein Ehestreit. Die 21-Jährige Huriye Balıkhan warf ihrem gleichaltrigen Mann Uğur vor, Gewalt gegen sie angewendet zu haben. Nach einem heftigen Streit trennte sich das seit einem Jahr verheiratete Paar und Huriye floh zu ihren Eltern, die in der Nähe wohnen. Die Trennung führte zu Streitigkeiten zwischen den Familien der beiden Eheleute.

Versöhnung wird zur Schießerei

Am Sonntagabend  gegen 20 Uhr soll die Familie Balıkhan das Elternhaus der Schwiegertochter, die Familie Itkin, zur Versöhnung aufgesucht haben. Hier kam es jedoch erneut zu einem Streit, der anschließend eskalierte. Immer mehr Familienangehörige beider Seiten versammelten sich und begannen handgreiflich zu werden. Der Streit endete schließlich in einer Schießerei. Die Polizei musste einschreiten und die Menge löste sich auf. Ahmet Balıkhan wurde an den Beinen verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Uğur Balıkhan stirbt durch tödlichen Messerstich

Um 23 Uhr versammelten sich erneut über hundert Angehörige des Ehepaars und gingen erneut mit Steinen, Stöcken und Messern aufeinander los. Die Polizei rückte diesmal mit gepanzerten Einsatzfahrzeugen an und konnte die Parteien nur mit Mühe auseinanderhalten. Der 15-Jährige Uğur Balıkhan wurde bei der Auseinandersetzung tödlich verletzt. Mit einem Messerstich wurde er direkt ins Herz getroffen. Vier weitere Personen wurden verletzt.

Die Polizei stürmte 30 Wohnhäuser und nahm über 20 Verdächtige fest. Der  23-Jährige Deniz Yamuktan wird verdächtigt, Uğur Balıkhan getötet zu haben. Er ist offenbar mit seinem älteren Bruder geflohen und wird weiterhin gesucht. Die Straße, in der es zu der Auseinandersetzung kam, wird von der Polizei überwacht, um weitere Gewalttaten zu verhindern.

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