Armutsrisiko für Migranten doppelt so hoch

Das Armutsrisiko von Migranten in Deutschland ist etwa doppelt so hoch wie das der durchschnittlichen Bevölkerung. Ausländer haben eine noch höhere Armutsgefährdungsquote als Deutsche mit Migrationshintergrund.

Während nur zwölf Prozent der Bürger ohne Migrationshintergrund im Jahr 2010 in Deutschland armutsgefährdet waren, sind mit 26 Prozent mehr als doppelt so viele Menschen mit ausländischen Wurzeln (Deutsche mit Migrationshintergrund als auch Ausländer) davon bedroht, in die Armut zu rutschen, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Wer mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung auskommen muss, gilt laut Definition als armutsgefährdet.

Noch höher ist das Armutsrisiko, betrachtet man Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund seperat. Ausländer haben demzufolge eine Armutsgefährdungsquote von 32 Prozent, Deutsche mit Migrationshintergrund 22 Prozent. Als relevant gilt auch die Aufenthaltsdauer. Besonders hoch sei das Armutsrisiko mit 32 Prozent bei jenen Zuwanderern, die 2010 noch keine fünf Jahre in Deutschland lebten. Niedriger hingegen sei das Risiko für die etwa 1,2 Millionen Migranten, die vor 1971 nach Deutschland eingewandert sind. Diese wird nach Berechnungen des Bundesamtes für Statistik mit 18 Prozent angegeben.

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