Gilad Schalit ist frei! Israelischer Soldat in Ägypten

Nach fünf Jahren Gefangenschaft ist der israelische Soldat Gilad Schalit am Dienstagmorgen im Austausch gegen über 1000 palästinensische Häftlinge freigelassen worden.

Der geplante Gefangenenaustausch zwischen der Hamas und Israel hat am Dienstagmorgen begonnen. Die radikale Palästinenserorganisation und Israel hatten zuvor ein Abkommen zur Freilassung des seit fünf Jahren festgehaltenen Gilad Schalit im Austausch gegen 1027 palästinensische Gefangene unterzeichnet. Selbst die Familie hatte lange gezweifelt, ob es diesen Tausch wirklich geben werde.

Am Dienstag war es dann soweit. 477 palästinensische Häftlinge wurden in Bussen zum Gaza-Streifen gebracht. Am Grenzübergang Kerem Schalom wurden die Häftlinge der Hamas übergeben. Der mittlerweile 25-Jährige israelische Soldat Gilad Schalit wurde als Absicherung nach Ägypten gebracht. Gegen 6 Uhr am Morgen soll er am Grenzübergang Rafah angekommen sein, berichtet der israelische Nachrichtendienst „Ynet“. Ägyptische Vermittler fuhren ihn von hier aus nach Sinai.

Benjamin Netanjahu und Ehud Barak empfangen Gilad Schalit

Seine Familie muss noch auf ihn warten. In Israel wird Gilad Schalit auf dem Truppenstützpunkt Amitai erwartet. Hier soll er medizinisch untersucht werden. Der erste Kontakt zu seinen Eltern soll hier hergestellt werden. Mit seinem alten Handy, das ihm überreicht werden soll, wird er seine Mutter anrufen können. Erst dann werden ihn in Tel Nov, in der Nähe von Tel Aviv, seine Eltern nach fünf Jahren in die Arme schließen können. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Ehud Barak werden Gilad Schalit ebenfalls empfangen.

In zwei Monaten sollen weitere 550 palästinensische Häftlinge entlassen werden. Deutschland, die Türkei und vor allem Ägypten waren maßgeblich an der Einigung beteiligt. Gilad Schalits Rückkehr wird zwar weltweit gefeiert, jedoch waren einige gegen diesen Austausch. Viermal wurde vor dem Obersten Gerichtshof gegen die Freilassung der gefangenen Palästinenser geklagt. Im Eilverfahren wurden die Gesuche abgelehnt. Die Kläger waren Angehörige der Opfer von palästinensischen Anschlägen. Der Preis für Schalits Freilassung erschien ihnen zu hoch. Die israelische Regierung hatte sich gegen diese Vorwürfe gewehrt. Sie betonten, unter den freigelassenen Häftlingen seien keine Hamas-Führer.

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