Türkischer Tourismus: Statt Israelis kommen nun Araber

Israelische Touristen suchen sich andere Urlaubsziele als die Türkei. Die Lücke der ausbleibenden Touristen füllen Araber. In der arabischen Welt wird die Türkei nicht zuletzt durch die Popularität Erdogans immer beliebter.

Bis 2008 wagten immer mehr Israelis einen Urlaub beim neuen Freund am Bosporus. Die politischen Unstimmigkeiten zwischen Israel und der Türkei haben offenbar Auswirkung auf den Tourismus. Die “Jerusalem Post” berichtete am Samstag, durch den israelisch-türkischen Konflikt würden israelische Touristen immer weniger die Türkei als Urlaubsziel bevorzugen.

Die Spannungen begannen 2008, als der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan den israelischen Präsident Shimon Peres während des Weltwirtschaftsforums in Davos beschuldigte, Menschen zu töten. 2010 wurden türkische Aktivisten bei der Erstürmung des Gaza-Hilfsschiffs “Mavi-Marmara” getötet. Das und die ausbleibende Entschuldigung Israels führte zu einer weiteren Verschlechterung der Beziehungen der beiden Länder.

Arabische Touristen erobern die Türkei

Die Lücke, die durch die ausbleibenden Touristen aus Israel entstanden ist, füllen Urlauber aus den arabischen Ländern. Im Gegensatz zu den Israelis wird die Türkei bei Arabern immer beliebter. In den türkischen Urlaubsregionen sieht man Araber, wohin man blickt. Während es 2009 noch 912.000 arabische Touristen in der Türkei gab, stieg diese Zahl 2011 bisher auf 1,4 Millionen.

2008 haben 560.000 Israelis die Türkei besucht, erklärt Danny Zimet, Sprecher der israelischen Außenstelle des türkischen Tourismusministeriums in Tel Aviv. Ein Jahr später sind  es nur noch 300.000 gewesen. 2010 ist die Zahl der israelischen Touristen auf 110.000 gesunken. Der politische Konflikt mache die Türkei als Urlaubsziel immer unattraktiver, so Zimet.

Zu noch mehr Zurückhaltung der israelischen Touristen dürfte die Nachricht vom September führen. Sowohl israelische als auch türkische Touristen berichteten von Misshandlungen seitens der Sicherheitsbeamten auf den Flughäfen der beiden Länder.

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