Eklat: Susan Sarandon bezeichnet Papst als Nazi

Oscar-Preisträgerin Susan Sarandon hat sich während eines Filmfestivals am vergangenen Wochenende einen schweren Fauxpas geleistet. Sie soll Papst Benedikt XVI. angeblich als Nazi bezeichnet haben.

Wie das US-amerikanische Portal „tmz.com“ berichtet, soll der Schauspielerin das Urteil über das Oberhaupt der Katholischen Kirche sogar zwei Mal über die Lippen gekommen sein.  Während eines Interviews, das sie im Rahmen des Filmfestivals in den Hamptons gegeben hatte, sprach sie darüber, dass sie dem Pontifex ein Exemplar von Prejeans Anti-Todesstrafe-Buch geschickt habe. Und zwar: „Dem davor, nicht dem Nazi, den wir gerade haben“, so Sarandon. In dem Film „Dead Man Walking“ aus dem Jahr 1995 spielte sie Schwester Helen Prejean.

Publikum lacht über Susan Sarandon

Als ihr Interviewer, der Schauspieler-Kollege Bob Balaban glaubte, sich verhört zu haben und das Gesagte abschwächen wollte, wiederholte die 65-Jährige unter dem Gelächter des Publikums jedoch ihre Aussage. Zwar ist bekannt, dass Joseph Ratzinger in seiner Kindheit Mitglied der Hitler Jugend gewesen war. Doch eine aktive Rolle hat er dort nie übernommen.

Jüdische und katholische Gruppierung sind entsetzt

Die Aussagen der Hollywood-Schauspielerin sorgen seither in den USA für mächtigen Wirbel. Von Seiten ihres Managements gibt es noch keine Stellungnahme. Doch erste Gruppierungen haben sich bereits zu Wort gemeldet: Als „verstörend, schwer beleidigend und vollkommen unangebracht“ bezeichnet die jüdische Anti-Defamation League ihre Aussagen. Als „obszön“ betrachtet das Ganze die Die Bürgerrechtsorganisation Catholic League for Religious and Civil Rights.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.