Krebskranke Mutter stirbt für ihr Baby!

Nur wenige Tage nach der Geburt ihres Kindes ist eine junge Amerikanerin ihrer Krebserkrankung erlegen. Um das Leben ihres Ungeborenen zu schützen, hatte sie auf eine Chemotherapie verzichtet.

Nur eine aggressive Strahlentherapie hätte sie vor dem sicheren Tod durch Halskrebs bewahren können. Doch die schwangere Stacie Crimm entschied sich ihr Leben für das ihres Babys zu opfern.

Die 41-jährige US-Amerikanerin, der Ärzte immer gesagt haben, dass sie nie in der Lage sein werde, ein Kind zu bekommen, entschloss sich bewusst gegen die rettende Behandlung, damit ihre Tochter überleben konnte. Ganze fünf Monate, so berichtet die „Daily Mail“, hielt Stacie darauf hin noch durch bis sie ihre kleine Dottie Mae per Kaiserschnitt auf die Welt brachte. Ihr war sogar vergönnt, das winzige Baby noch einmal zu halten. Nur Tage später erlag sie ihrem Krebsleiden.

„Dieses Baby war alles, was sie auf dieser Welt hatte“, erklärte ihre Bruder Ray Phillips später gegenüber den Medien. Ihn hatte Stacie im vergangenen März angerufen, als sie die unglaubliche Nachricht von ihrer Schwangerschaft erfahren hatte. Jahrelang hatte sie vergeblich auf ein solches Wunder gehofft. Ihr sei nach Lachen und Weinen gleichzeitig zumute gewesen.

Schwangere erhielt im Juli die Krebsdiagnose

Doch in den folgenden Wochen als Stacie schon mitten in den Vorbereitungen für ihr Baby war, begannen auch ernsthafte Sorgen an ihr zu nagen. Immer wieder hatte sie schwere Kopfschmerzen, sah Dinge doppelt, immer wieder wurde ihr ganzer Körper von Krämpfen geschüttelt. Wieder sprach sie mit ihrem Bruder. „Ich habe Angst um dieses Baby. Ich hoffe, ich lebe lange genug, um es gesund zur Welt zu bringen. Falls mir irgendetwas passieren sollte, kümmere dich um dieses Kind“, flehte die werdende Mutter ihren Bruder an.

Mit dem Vater des Kindes war sie nicht mehr zusammen. Ohnehin hätte sie ihre Tochter allein großgezogen. Auf Anraten ihrer Familie suchte Stacie eine ganze Reihe von Ärzten auf. Im Juli offenbarte dann ein CT die schreckliche Diagnose: Sie hatte Halskrebs. Und sie musste eine Entscheidung treffen, die wohl keine Mutter auf dieser Welt treffen möchte. Sie musste zwischen dem Leben ihres Kindes und ihrem eigenen wählen – für Stacie eine überaus leichte Entscheidung. Eine vermutlich lebensrettende Chemotherapie lehnte sie in der Hoffnung ein gesundes Baby im Arm halten zu können ab.

Not-Kaiserschnitt rettete das Leben des Babys

Dann, am 16. August, der nächste Schock: Stacie kollabierte zuhause in Ryan. Schnell wurde sie ins Krankenhaus nach Oklahoma City gebracht. Die Ärzte erkannten schnell: Der aggressive Tumor hatte sie um den Hirnstamm herum ausgebreitet. Zwei Tage später stürzten auch die Herztöne des Kindes ab, das von Stacie hörte ganz auf zu schlagen. Alle waren in höchster Alarmbereitschaft. Nur ein sofortiger Not-Kaiserschnitt konnte das Leben des Babys jetzt noch retten. Dottie Mae wog bei ihrer Geburt nur etwa ein Drittel von dem, was Neugeborene eigentlich an Gewicht mitbringen. Kaum hatte sie den ersten Atemzug gemacht, wurde sie auf die Neo-Intensiv verlegt, während ihre Mutter auf der Intensivstation in einem anderen Gebäude untergebracht war.

Noch hatte die frischgebackene Mutter Lebenswillen. Sie kämpfte und auch ihre Angehörigen hatten Hoffnung, dass vielleicht doch noch alles gut werden würde. Doch der Krebs war zu weit fortgeschritten. Ein Auge war angegriffen und auch das Sprechen fiel ihr sichtlich schwer. Im Gehirn hatte sie Metastasen. Sowohl Mutter als auch Tochter waren für eine erste Begegnung zu schwach. „Wir zeigten ihr Fotos“, so ihr Bruder weiter. Sie hätte geweint und nach ihrem Baby verlangt. „Es war ein ziemliches Martyrium. Ich fühlte mich hilflos. Ich wollte ihr helfen. (…) Wir alle wollten das. Doch man erklärte uns, dass es unmöglich für sie sei ihr Kind zu halten.“

Krankenschwester bringt Mutter und Tochter zusammen

Am 8. September hörte Stacie auf zu atmen und wurde erneut wiederbelebt. Das Team bereitete die Familie darauf vor, dass es bald zu Ende sei. Doch noch immer hatte sie nicht in die wunderschönen blauen Augen ihrer Tochter gesehen. Hilfe kam jetzt von Krankenschwester Agi Beo, gemeinsam mit der Neo-Intensiv beriet sie, wie man den letzten Wunsch von Stacie doch noch erfüllen könnte.

Ray bekam die Vorbereitungen im Hintergrund natürlich mit. Seiner Schwester erzählte er davon jedoch zunächst nichts. Zu schwer wäre eine Enttäuschung gewesen, falls es doch nicht klappen sollte. Doch dann passierte es wirklich. Schwester Agi kam mit dem kleinen Mädchen ins Zimmer und legte sie in den rechten Arm ihrer Mutter. Einige Minuten konnten sich beide direkt in die Augen sehen. „Niemand sagte etwas in diesem Moment. Es war vollkommen still“, beschreibt Ray den in seinen Augen „perfekten Moment“. Drei Tage später verstarb Stacie. Am 14. September wurde sie beerdigt.

Dottie Mae wird nun bei Ray und seiner Familie aufwachsen. Mit seiner Frau Jennifer hat er bereits vier Kinder.

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