Türkei: Anschläge der PKK fordern erneut über 20 Opfer

Nach der Tötung von acht Menschen bei einem Bombenanschlag am Dienstag wurden am Mittwoch erneut mindestens 24 türkische Soldaten und Polizisten im türkischen Grenzgebiet zum Irak getötet.

Vierundzwanzig Mitglieder der türkischen Sicherheitskräfte sind Medienberichten zufolge am frühen Mittwochmorgen in der südöstlichen Provinz Hakkari bei mehreren gleichzeitigen Angriffen der terroristischen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) getötet und 18 verletzt worden, teilte die private Nachrichtenagentur Cihan mit.

Cihan berichtete des Weiteren, die Terroristen hätten mehrere Militär- und Polizeigebäude im Stadtteil Cukurca und in der Innenstadt von Hakkari angegriffen. Auch seien 18 Soldaten verwundet worden, als die Terroristen das Feuer auf die militärischen Außenposten Cukurca und Yüksekovain in der Provinz Hakkari an der Grenze zum Irak eröffneten, so die Quellen. Die Angriffe erfolgten angeblich gleichzeitig. Die PKK hat sich bislang nicht offiziell zu den Anschlägen bekannt.

Die Angriffe vom Mittwoch kommen nur wenige Tage, nachdem der türkische Präsident Abdullah Gül Truppen in der Region besucht hatte, um die Moral in dem Gebiet zu steigern, welches mit zunehmender Gewalt in den letzten Monaten konfrontiert ist.

Generalstabschef Necdet Özel reiste nach Hakkari, nachdem er die Nachricht von den toten Soldaten erhielt. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der das Land am Montag zu einem offiziellen Besuch in Kasachstan verlassen sollte, sagte seine Reise kurzfristig ab. Einige Berichte sprechen davon, dass sich auch Erdogan nach Hakkari begeben wolle.

Mehr zum Thema:

Türkei: Anschlag in Bitlis trägt Handschrift der PKK
Dörfer in der Nähe von PKK-Standorten werden evakuiert

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.