“Klose mit uns”: Nationalstürmer “wütend” über italienische Faschos

Sein Tor zum 2:1 am Wochenende im römischen Stadtderby war extrem wichtig für Lazio Rom und seine Fans. In einem Interview hat sich Miroslav Klose nun dagegen gewehrt, dass ihn auch faschistische Fans für sich instrumentalisieren wollen.

Es war ein großes Spiel für den deutschen Nationalspieler Miroslav Klose und ein großer Tag für seinen Verein Lazio Rom, der zum ersten Mal seit fünf Spielen gegen den Stadtrivalen AS Rom im Derby wieder gewinnen konnte. Die Videobilder zeigen völlig aufgelöste Spieler und Funktionäre des Clubs, als hab man gerade die Meisterschaft gewonnen, nachdem Klose kurz vor Schluss den Ball zur 2:1 Führung eingenetzt hatte.

http://www.youtube.com/watch?v=Wb-mEOYP44c

Klose: “Fußball und Politik nicht vermischen”

Doch einen Wermutstropfen gab es auch. Einige faschistische Anhänger von Lazio Rom versuchen, den in Polen geborenen Spieler mit deutscher Staatsbürgerschaft für sich zu vereinnahmen. Ihr Banner mit der Aufschrift “Klose mit uns” – wobei für das “s” jeweils die für die Nazis zwischen 1933 und 1945 typische Runenschrift (wie bei “SS”) verwendet wurde – hatte in den vergangenen Tagen bereist für Missstimmung gesorgt. “Klose mit uns” spielt auf den von den Nationalsozialisten verwendeten Militär-Spruch “Gott mit uns” an.

Nun hat sich Klose das erste Mal zu dem Banner geäußert. Gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur ANSA sagte er, das Spruchband mache ihn “wütend”. Seiner Ansicht nach, so Klose weiter, dürfe Fußball “nicht mit Politik vermischt werden”, sondern die Politik müsse “außerhalb des Stadions bleiben”.

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