Proteste vor Gebäuden der Kurdenpartei BDP

Lesen Sie hier die aktuellsten Entwicklungen nach den PKK-Anschlägen in der Türkei. Die Nachrichten werden regelmäßig aktualisiert.

20:41 Uhr

Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat, Necirvan Barzani, den Berater des Präsidenten der kurdischen Regionalregierung im Nordirak, in Ankara empfangen. Dem Treffen wohnten der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu und Hakan Fidan, Mitglied des türkischen Geheimdienstes MIT, bei.

17:00 Uhr

Auch heute nehmen die Demonstrationen in der gesamten Türkei nicht ab. Vermehrt werden bei den Protestmärschen Parteisitze der BDP angesteuert. Die Polizei konnte bisher Ausschreitungen verhindern. Einige der getöteten Soldaten wurden heute in ihren Heimatorten beerdigt.

16:50 Uhr

Bei einem dreistündigen Treffen mit Vertretern der türkischen Medien bat der türkische Ministerpräsident Erdogan um eine sensible Berichterstattung bei den Terror-Meldungen. Erdogan betonte nach dem Treffen, den Medien keine Vorschriften gemacht zu haben. Jedoch könnten Zeitungen und Nachrichtensendung gewollt oder ungewollt den Terror mit ihren Berichten unterstützen, so Erdogan.

15:00 Uhr

Der türkische Generalstab gab eine Erklärung zu den Militäroperationen im Osten der Türkei und im Nordirak ab. An fünf verschiedenen Standorten würden 22 Militäreinheiten daran arbeiten, PKK-Terroristen aufzuspüren und unschädlich zu machen. Eine Einheit bestehe aus 300 bis 1300 Soldaten.

12:26 Uhr

In Hakkari ist erneut ein türkischer Soldat ums Leben gekommen. Während das Militär das Gebiet untersuchte, in dem die Anschläge stattgefunden hatten, wurde er Opfer einer Landmine. Drei weitere Soldaten wurden verletzt, berichtet die Zeitung „Hürriyet“.

11:09 Uhr

Hinter den Anschlägen in Hakkari soll der aus Syrien stammende Terrorist Fehman Hüssein mit dem Codenamen Bahoz Erdal stecken. Er habe den Befehl zum Angriff gegeben, meldet die Zeitung „Vatan“. Diese Information habe die Zeitungen von türkischen Sicherheitskräften. Die genaue Quelle sei geheim.

10:35 Uhr

Das türkische Parlament tagt in Ankara unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zunächst wird jedoch nur darüber abgestimmt, ob es eine allgemeine Anhörung zu den jüngsten Ereignissen geben wird. Die AKP, CHP, BDP und die MHP haben das beantragt. Anschließend wird über die Vortragsdauer einzelner Abgeordneter entschieden.

09:15 Uhr

Verteidigungsminister Ismet Yilmaz und Innenminister Idris Naim Sahin sind nach Hakkari gereist. Sie wollen sich vor Ort ein Bild der Anschläge machen, meldet die Zeitung „Zaman“.

08:54 Uhr

Weitere nächtliche Proteste in den Großstädten der Türkei hatten die türkischen Sicherheitskräfte unter Kontrolle. Es gab keine weiteren Ausschreitungen.

22:43 Uhr

Maskierte PKK-Sympathisanten griffen im Istanbuler Bezirk Ataşehir die Polizei mit Steinen und Feuerwerkskörpern an. Die Polizei ist mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Angreifer vorgegangen. Zuvor hatten die rund 40 PKK-Sympathisanten eine Straßenblockade errichtet. Sicherheitskräfte hätten nur mit Mühe nationalistische Demonstranten von der PKK-Gruppe fernhalten können, berichtet die Zeitung „Zaman“. Einige Personen wurden festgenommen.

22:29 Uhr

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon forderte die türkische und irakische Regierung zu einem konstruktiven Dialog auf, um das PKK-Problem friedlich zu lösen, meldete die Zeitung „Zaman“. Die Nutzung irakischen Bodens zur Organisation von Terroranschlägen in der Türkei sei nicht akzeptabel, so Ban Ki-moon.

21:58 Uhr

Um 21:15 Uhr Ortszeit haben PKK-Terroristen in der südöstlichen Provinz Siirt Sicherheitskräfte angegriffen, meldet die Zeitung „Hürriyet“. Zunächst hätten die Terroristen mit einem Raketenwerfer auf ein gepanzertes Polizeifahrzeug geschossen. Sie hätten jedoch ihr Ziel verfehlt. Währenddessen wurde ein Wachposten eines Dorfes in Siirt angegriffen. Die Sicherheitskräfte konnten zurückschießen. Die PKK-Terroristen beider Angriffe sind auf der Flucht. Die Sicherheitsvorkehrungen in der Region wurden verstärkt.

21:17 Uhr

Die Nachrichtenagentur Cihan meldet, eine Gruppe von Demonstranten habe versucht das Parteigebäude der Kurdenpartei BDP in der westlichen Provinz Bursa zu stürmen. Die Polizei habe die Situation unter Kontrolle bringen können. Zuvor hatte die Menge vor dem Parteisitz der AKP demonstriert. Auf dem Weg dorthin habe ein Autofahrer die Protestierenden beschimpft. Die Polizei sei eingeschritten und habe den Mann vor der wütenden Menge schützen können.

21:04 Uhr

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu sprach mit seinem irakischen Amtskollegen Hoshyar Zebari. Dieser verurteilte die Anschläge in der Türkei. Davutoğlu entgegnete, es sei jetzt nicht die Zeit zu verurteilen, sondern der Verhältnisse würden eine Aktion erfordern, meldete die Zeitung „Zaman“.

19:52 Uhr

Der Türkische Fußballverband (TFF) gab bekannt, Fußballspiele in der Türkei drei Minuten später beginnen zu lassen. Damit protestiere der Verband gegen den Terror. Spieler und Schiedsrichter werden Trauerflor tragen. Vor den Spielen wird den Opfern der Terroranschläge eine Schweigeminute gewidmet, erklärte der Verband auf seiner offiziellen Internetseite.

19:09 Uhr

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan wird am Donnerstag um 12 Uhr ein Medien-Treffen aufgrund der jüngsten Terror-Entwicklungen in der Türkei halten. An dem Treffen werden Herausgeber und Chefredakteure türkischer Zeitungen und TV-Sender teilnehmen, berichtet die Zeitung „Zaman“.

18:27 Uhr

In der Provinz Kütahya haben sich auf dem Siegesplatz fast 2.000 Menschen versammelt. Ahmet Asım Okat erklärte im Namen des Vereins für Veteranen, Witwen und Waisenkinder vor den Demonstranten: „Wir wollen eine Änderung des Terrorgesetzes. Für Terroristen, angefangen mit dem Kindermörder Öcalan und anderen PKK-Führern, soll die Todesstrafe eingeführt werden. Parlamentsmitglieder, die etwas mit der PKK zu tun haben, müssen umgehend bestraft werden.“

18:11 Uhr

US-Präsident Barack Obama hat eine Erklärung zu den PKK-Anschlägen in der Türkei abgegeben. Die Zeitung „Zaman“ zitiert Obama mit den Worten: „Die USA werden die starke Zusammenarbeit mit der türkischen Regierung weiterführen, um die von der PKK ausgehende Terrorgefahr zu bekämpfen und um den Menschen im Südosten der Türkei Frieden, Stabilität und Wohlstand zu bringen.“

17:52 Uhr

Studenten trafen sich in Ankara vor der Gazi-Universität. Bei ihrem Protestmarsch durch die Hauptstadt, der als nationalistisch angekündigt wurde, wurden sie von hupenden Autofahrern unterstützt.

http://www.youtube.com/watch?v=xzBMumGdobE

17:38 Uhr

In der gesamten Türkei protestieren Menschen gegen den Terror der PKK. In Istanbul versammelte sich eine Gruppe, darunter auch Frauen und ältere Menschen, vor dem Wehrdienstbüro. Sie gaben an, dem Militär beitreten zu wollen und riefen Parolen wie „Nieder mit der PKK“ und „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Anschließend sang die Gruppe gemeinsam die türkische Nationalhymne. In Denizli protestierten anfangs 20 Menschen, aus denen bis jetzt 1.000 Demonstranten wurden, die durch die Stadt marschieren. Im Landkreis Bahcelievler in Istanbul trafen sich rund 100 Oberschüler, um ihre Ablehnung gegen die Anschläge auszudrücken. In fast allen anderen Provinzen sind ähnliche Bilder zu sehen.

17:13 Uhr

Die Hohe Vertreterin der EU für Außenpolitik, Catherine Ashton, verkündete in einer schriftlichen Erklärung: „Ich möchte erneut betonen, dass Europa die Türkei in ihrer Entscheidung den Terror zu bekämpfen unterstützt. Wir müssen klar zeigen, dass es für diese Angriffe keine Rechtfertigung gibt. Die PKK ist auf der Liste der Terrorganisationen der EU aufgeführt und die EU hatte kürzlich erklärt, sie sei dazu bereit, die Zusammenarbeit mit der Türkei im Kampf gegen den Terror zu verstärken.“

16:57 Uhr

Der stellvertretende Parteivorsitzende der AKP verkündete, das türkische Parlament werde sich am Donnerstag zu einer außerordentlichen Sitzung treffen, meldet die Zeitung „Hürriyet“. Inhalt der Parlamentssitzung würden die Terroranschläge und das weitere Vorgehen der Türkei sein, so Mahir Ünal. Er fügte hinzu, dass viele Länder das Problem des Terrors in den Griff bekommen hätten. Die Türkei durchlaufe nun denselben Prozess.

16:38 Uhr

Die MHP, die Partei der Nationalistischen Bewegung, forderte die Regierung auf, den Notstand, in den vom PKK-Terror betroffenen Provinzen, auszurufen. Genauso wie im Nordirak müsse auch innerhalb der Türkei gegen die PKK vorgegangen werden, so der MHP Voristzende Devlet Bahceli. Er sagt außerdem, die türkische Regierung habe im Kampf gegen den Terror auf ganzer Linie versagt, berichtet die Zeitung „Hürriyet“.

16:22 Uhr

Die Nachrichtenagentur Cihan berichtet, der Präsident der kurdischen Regionalregierung im Nordirak, Mesut Barzani, habe sich telefonisch mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan unterhalten. Er habe ihm sein Beleid für die Opfer der Terroranschläge bekundet. Die Anschläge würden das kurdische Volk und die türkisch-kurdische Freundschaft betreffen, so Barzani. Von ihm wird noch eine offizielle Stellungnahme erwartet.

16:08 Uhr

Die Türkei bombardiert weiterhin Ziele im Nordirak. Die Terroranschläge der PKK sollen von hier aus geplant und durchgeführt worden seien. Der türkische TV-sender „CNNTurk“ berichtet, es seien bis zu diesem Zeitpunkt 21 PKK-Mitglieder getötet worden.

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