Manipulationsverdacht: Hausdurchsuchung bei Europas Großbanken

Bereits seit vergangenen Dienstag führt die Europäische Kommission unangekündigte Razzien in europäischen Großbanken durch. Das hat sie nun am Mittwoch offiziell bestätigt. Grund für das Vorgehen sind mutmaßliche Zinsmanipulationen und Kartellbildung.

Der Vorwurf der Ermittler lautet: Manipulation der European Interbank Offered Rate (EURIBOR), wobei es auch zur Kartellbildung gekommen sein soll, sowie die mögliche Manipulation der London Interbank Offered Rate (LIBOR).

Unter den untersuchten Instituten, wie viele genau, ist derzeit noch nicht bekannt, soll mindestens auch eine deutsche Bank sein. Angeblich soll es sich um die Londoner Niederlassung der Deutschen Bank gehandelt haben.

Bewahrheiten sich die Vorwürfe, so kann die EU-Behörde Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes des jeweiligen Unternehmens verhängen. „Die Kommission hat den Verdacht, dass die Unternehmen EU-Recht verletzt haben, das Kartelle und unlautere Geschäftspraktiken verbietet“, so die Kartellwächter. Die europäische Bankenbranche sicherte der EU-Kommission unterdessen ihre Kooperation bei den Ermittlungen zu.

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