Tochter für Carla Bruni: Nicolas Sarkozy fährt lieber zu Angela Merkel

Am vergangenen Mittwochabend gegen 20.00 Uhr war es endlich soweit: Das erste gemeinsame Kind der Sängerin Carla Bruni und des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy hat das Licht der Welt erblickt. Doch statt seiner Frau beizustehen reiste der Staatsmann nach Deutschland.

Es reichte gerade einmal für einen kurzen Besuch am Nachmittag. Nachdem Carla Bruni bereits am Mittwochmorgen in der Geburtsklinik De la Muette im 16. Pariser Arrondissement eingetroffen war, schaffte es Nicolas Sarkozy am Nachmittag gerade einmal für eine 20-minütige Visite. Kaum war der werdende Vater in der Klinik, wurde er auch schon wieder hinausgeleitet. Ab ins Auto und in Richtung Flughafen.

Turbulente Nacht: hektisches Krisentreffen in Frankfurt

In Frankfurt am Main kam Sarkozy dann mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zum eilig einberufenen Euro-Krisentreffen zusammen, um im Vorfeld des EU-Gipfels am kommenden Sonntag noch einmal zu versuchen, die Fronten zu klären. Es galt die Streitigkeiten über den Einsatz des Euro-Rettungsschirms EFSF aus dem Weg räumen. Zwei Stunden lang dauerten die Gespräche, an denen auch der scheidende Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, sein Nachfolger Mario Draghi, EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionschef José Manuel Barroso, die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker sowie die Finanzminister Deutschlands und Frankreichs, Wolfgang Schäuble (CDU) und François Baroin teilnahmen. Unterdessen verpasste der französische Präsident die Geburt seiner kleinen Tochter.

Geburt von Tochter könnten Wählerstimmen bringen

Wenige Monate vor den Präsidentschaftswahlen 2012 in Frankreich bleibt Sarkozy somit seiner neuen Linie treu. Daliah, so soll das Mädchen wohl heißen, ist eine reine Privatsache und hat nichts mit den politischen Aktivitäten des Vaters zu tun. Es wird weder ein Foto von ihr geben, noch werden offizielle Verlautbarungen aus dem Élysée-Palast geben. Vehement sträubten sich die Eltern, ihr Kind sei ein wahlkampftaktisches Manöver. Dass die Geburt dem in den Umfragewerten sichtlich angeschlagenen Präsidenten dennoch wichtige Pluspunkte einfahren könnte, steht auf einem anderen Blatt.

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