10.000 türkische Soldaten im Nordirak

Türkische Medien sprechen derzeit von insgesamt rund 10.000 türkischen Soldaten, die in den Nordirak einmarschieren sowie in der Türkei PKK-Terroristen aufspüren sollen. Die Kurdenpartei BDP ist der Ansicht, dieser Krieg wäre nicht nötig gewesen.

Der türkische Generalstab gab am Donnerstag Aufschluss über die Militäroperationen im Nordirak. „In der Türkei und im Nordirak haben 22 Militäreinheiten mit Luftunterstützung an fünf verschiedenen Standorten mit Operationen begonnen“, heißt es in der Erklärung des Generalstabs. Der Nachrichtensender „NTV“ meint, das bedeute, insgesamt seien zurzeit 10.000 türkische Soldaten gegen die PKK im Einsatz. Mit dieser Offensive soll die PKK massiv unter Druck gesetzt und neue Anschläge verhindert werden.

BDP: Ein Krieg gegen die PKK wäre nicht nötig gewesen

Selahattin Demirtas, Vorsitzender der Kurdenpartei BDP, ist überzeugt, es hätte nicht so weit kommen müssen. „’Die PKK ist am Ende, wir haben ihr das Genick gebrochen, aufgeräumt, deshalb reicht eine Boden- und eine Luftoperation aus und wir haben dem ein Ende gesetzt.‘ Diejenigen, die das gesagt haben, haben wir gewarnt. Wir sind nicht an einem Punkt, an dem mit einer Boden- oder Luftoperation etwas auszurichten ist. deshalb haben wir immer den Weg des Dialog und der Verständigung empfohlen. Obwohl wir so unter Druck gesetzt wurden, haben wir nicht von diesem Weg abgelassen. Wir haben immer den Frieden und den Dialog gewählt. Nicht einen unserer Ratschläge hat die Regierung beachtet. Hätte die Regierung unsere Ratschläge verwirklicht, wäre dieser Krieg jetzt beendet“, so Demirtas.

Türken melden sich freiwillig zum Wehrdienst

Die türkische Bevölkerung bringt die BDP mit solchen Aussagen gegen sich auf. Immer häufiger werden BDP-Parteisitze Ziel von Protestmärschen. Die Militär-Operation im Nordirak wird vom Großteil der Bevölkerung unterstützt. Hunderte Menschen, darunter viele Frauen und Ältere, versammeln sich seit vergangenen Mittwoch in Wehrdienstbüros. Sie wollen sich freiwillig zum Militärdienst melden. Das Militär lehnt die Gesuche zwar ab, hat aber Mühe den Ansturm auf die Büros zu unterbinden.

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