Griechenland-Pleite: Blutige Proteste in Athen

Ein weiteres Sparpaket wurde am Donnerstag vom griechischen Parlament verabschiedet. Nur so kann Griechenland die drohende Pleite abwenden. Bei Protesten vor dem Parlament starb ein Mann und über hundert Personen wurden verletzt.

Die griechische Bevölkerung muss immer mehr Sparmaßnahmen hinnehmen. Schon jetzt sind Gehälter drastisch gesunken. Am Donnerstag verabschiedete das Parlament erneut ein umfassendes Sparpaket – trotz heftiger Proteste vor dem Parlamentsgebäude. Ministerpräsident Giorgos Papandreou ließ keine Ablehnung des Pakets zu.

Eine ehemalige Ministerin, die zuvor bekannt gab, gegen die Maßnahmen zu stimmen, schloss er aus der Parlamentsgruppe seiner Partei zu, berichtete die „Welt“. Mit 154 zu 133 Stimmen war das Ergebnis der Abstimmung keine Überraschung. Anders hätte Griechenland Auszahlungen aus dem EU-Hilfspaket nicht erhalten können. Eine Staatspleite wäre unausweichlich gewesen.

Währenddessen kam es in Athen zu Demonstrationen mit Ausschreitungen. Wie schon zuvor hatten sich friedliche Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude versammelt. Schon am Mittwoch kam es zu Straßenschlachten. Am Donnerstag eskalierte die Gewalt erneut. Vermummte Jugendliche warfen Steine und Benzinbomben in die Menge der rund 60.000 Demonstranten. 74 Demonstranten und 32 Polizisten wurden dabei verletzt. Ein 53-Jähriger Mann kam ums Leben. Er erlitt vermutlich einen tödlichen Herzinfarkt. Die Polizei musste mit Tränengas eingreifen.

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