Gaddafi nimmt Lockerbie-Geheimnis mit ins Grab

Nicht nur die Libyer nehmen die Nachricht vom Tod Gaddafis derzeit freudig auf. Auch in den USA kann eine 62-jährige Amerikanerin nicht aufhören zu weinen. Ihr Mann kam 1988 bei dem Lockerbie-Anschlag ums Leben.

Muammar al-Gaddafi wurde am vergangenen Donnerstag aufgespürt und getötet. Damit wird er für seine Taten in der Vergangenheit nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden können. Während sich die meisten über seinen Tod freuen, kritisieren andere, dass ihm jetzt nicht der Prozess gemacht werden kann. Es bleibt auch nicht mehr die Möglichkeit Licht in seine gesamten Machenschaften zu bringen.

Beim Lockerbie-Anschlag ist das der Fall. Die 289 Insassen eines amerikanischen Passagierflugzeugs kamen hierbei ums Leben. Der Anschlag ereignete sich 1988 über der schottischen Stadt Lockerbie. Elf Einwohner der Stadt kamen ebenfalls ums Leben. Ein libyscher Geheimdienstler hat den Anschlag vermutlich zu verantworten, was jedoch nie zweifellos bewiesen werden konnte. Der ehemalige libysche Justizminister Mustafa Abdel Dschalil sagte der schwedischen Zeitung „Expressen“ 2011: „Ich kann beweisen, dass Gaddafi den Befehl für Lockerbie gegeben hat.“

Lockerbie-Hinterbliebene: Ich hoffe Gaddafi ist mit Hitler in der Hölle

Eine Angehörige eines Opfers des Anschlags äußerte sich gegenüber der „Dailymail“ nach dem Tod Gaddafis sehr emotional. Sie erklärte: „Ich hoffe er ist mit Hitler in der Hölle.“ Die 62-jährige Kathy Tedeschi musste ihre drei Kinder allein erziehen, nachdem ihr Mann beim Anschlag umkam. Sie kann immer noch nicht fassen, dass Gaddafi tot ist. „Ich kann nicht aufhören zu weinen. Ich freue mich so sehr.“ Was genau es mit dem Lockerbie-Anschlag auf sich hatte, wird nach Gaddafis Tod nun nicht mehr ganz geklärt werden können.

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