PKK-Berichterstattung: Türkische Finanzwelt boykottiert Reuters

Die türkische Finanzwelt stört sich an der Berichterstattung der Nachrichtenagentur "Reuters". Diese würde PKK-Mitglieder, trotz der jüngsten Anschläge, lediglich als Rebellen bezeichnen. Dabei hält sich die Agentur nur an ihre eigenen Regeln.

Türkische Banken und andere Finanzinstitutionen wollen die Nachrichtenagentur „Reuters“ boykottieren, meldeten mehrere türkische Zeitungen. Grund für den Protest sei die Berichterstattung über die Aktivitäten der PKK in der Türkei. „Reuters“ spreche in Meldungen zu dem Thema ausschließlich von „Rebellen“. Die türkische Finanzwelt fordert jedoch eine klare Benennung der Gruppe als Terroristen.

Reuters soll keine Informationen mehr erhalten

Dabei handele es sich nicht um einen organisierten Protest, betonen die anonymen Quellen aus der Finanzwelt gegenüber der Presse. Immer mehr Menschen seien über die Art der Berichterstattung erbost und hätten sich dem Boykott angeschlossen. „Reuters“ ist die Hauptinformationsquelle für türkische und ausländische Investoren. Der Nachrichtenagentur sollen nun keine Informationen mehr gegeben werden.

Die Nachrichtenagentur „Reuters“ hat allerdings in den internen Bestimmungen festgelegt, dass das Wort „Terrorist“ in keiner Meldung verwendet werden darf. Erlaubt sind nur Zitate. Die türkischen Finanzinstitutionen hätten allerdings einen Artikel entdeckt, indem ein Anschlag von Palästinensern als terroristisch bezeichnet wird. Hierbei handele es sich aber um ein Zitat eines israelischen Polizisten, so die Zeitung „Zaman“.

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