Türkei: Jede dritte Schule von Geschäftsleuten finanziert

Der türkische Bildungsminister Ömer Dinçer stellte bei der zehnten Generalversammlung der Vereinigung von Geschäftsleuten in Malataya (MİAD) am vergangenen Samstag heraus, dass 34 Prozent der Schulen, die seit 2003 in der Türkei errichtet wurden, von "philantropischen" Unternehmern finanziert wurden.

In seiner Ansprache stellt Minister Ömer Dinçer noch einmal die Beitäge solcher Menschenfreunde gerade hinsichtlich der Bildung heraus. So gäbe es unter den  Geschäftsleuten von Malatya laufenden Bemühungen Stipendien für Universitätsstudenten zu vergeben. Ein solches Engagement, davon ist Dinçer überzeugt, dürfe nicht unteschätzt werden.

Doch nicht nur Malatya werde derlei Unterstützung praktiziert. Überall in der Türkei engagieren sich Unternehmer, um das Bildungsangebot des Landes auszubauen. So erläuterte Dinçer, dass seit der Gründung der Republik Türkei bis ins Jahr 2002  334,000  Schulen gebaut wurden. In den Jahren 2003 bis 2010 kamen noch einmal 163,000 Anstalten hinzu. 34 Prozent von ihnen konnten dank großzügiger Geschäftsleute errichtet werden.

Alle türkischen Kinder sollen in den Kindergarten

Während des Treffens debattierten die MİAD-Mitglieder gemeinsam mit dem Minister auch über die derzeitige Einschulungsquote in der Türkei. Auch hier hatte Dinçer einige Zahlen zur Hand. So betrage diese bei den Fünfjährigen, die einen Kindergarten besuchen, aktuell rund 70 Prozent. Diese Rate, so Dinçer weiter, sollte jedoch die 100 Prozent-Marke erreichen. Sein Ministerium bemühe sich derzeit intensiv, um dieses Ziel mit Hilfe neuer Vorschriften in den kommenden zwei Jahren zu erreichen. Weiterhin kündigte er baldige Investitionen in weitere türkischen Kindergärten an. Gerade im Osten und Südosten des Landes ist die Infrastruktur diesbezüglich noch nicht befriedigend.

Hinsichtlich der Situation an Grund- und weiterführenden Schulen sehen die Zahlen etwas besser aus. 98,5 Prozent der türkischen Kinder besuchen derzeit eine Grundschule. Auf das Gymnasium gehen 67 Prozent. Auch hier ist das Ziel des Ministeriums eine 100-Prozent-Rate an den Grundschulen zu erreichen. 90 Prozent sollen, so der Wunsch in Ankara, weiterführende Einrichtungen besuchen. Erreicht werden soll das in den kommenden vier Jahren.

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