Suche nach Bodenschätzen: Türkei schickt drittes Forschungsschiff

Wie der türkische Energieminister Taner Yıldız am vergangenen Wochenende bekannt gab, wird an diesem Montag ein drittes türkisches Forschungsschiff in Richtung Mittelmeer auslaufen, um dort nach Bodenschätzen zu suchen. Über die Identität eines zweiten Schiffes hält er sich jedoch bedeckt.

Um seine Erkundungen nach Öl- und Gasvorkommen fortzusetzen, hat die Türkei jetzt ein drittes seismisches Forschungsschiff angeheuert. Bereits an diesem Montag soll das Schiff den Hafen in Richtung östlichen Mittelmeerraum verlassen, so Minister Taner Yıldız am Wochenende.

Taner Yıldız macht keine Angaben zum zweiten Schiff

Mit der Ankündigung, ein drittes Schiff zu entsenden, widerlegte Yıldız bisherige Behauptungen, es wäre aktuell nur ein Forschungsschiff, nämlich die „Piri Reis“, unterwegs, um an der Küste des türkischen Teils von Zypern (KKTC) Untersuchungen vorzunehmen. Tatsächlich seien es zwei, so der Minister. Auch für den Umstand, dass dies bisher nicht öffentlich bekannt war, hatte er eine Erklärung. So habe man die Forschungsaktivitäten nicht „übermäßig publik“ machen wollen. Auf diese Weise sollte vermieden werden, dass auf das internationale Unternehmen, von dem man das Schiff gepachtet hatte, Druck ausgeübt werde. Zu dem dritten Schiff, das an diesem Montag in See stechen soll, erklärte er außerdem, das man es diesmal von einer norwegischen Firma gemietet hätte.

Forschungsschiff ist mit besseren Möglichkeiten ausgestattet

„Am Montagmorgen wird ein seismisches Forschungsschiff aus dem Hafen von Antalya auslaufen, um in den nächsten 40 Tagen eine 1100-Kilometer-Zone dreidimensional zu erkunden“, so Yıldız am vergangenen Sonntag gegenüber „NTV news“. Sowohl die „Piri Reis“ als auch das zweite bereits ausgelaufene Schiff, zudem er keine näheren Angaben machte, sind in der Lage zweidimensionale Forschungen anzustellen. „Am Montag werden wir drei Schiffe im östlichen Mittelmeer haben, die nach Quellen suchen. Dieser Umstand zeigt den Beginn einer neuen Ära der Bohrungen im Mittelmeer für uns an“, so Yıldız.

Die „Piri Reis“ befindet sich seit Ende September auf ihrer Mission, um griechisch-zyprische Bohrungen vor der Insel Zypern nach Öl-und Erdgasreserven zu erwidern. Ein Schritt, der nun erneut zu einer Krise zwischen der Türkei und dem griechischen Teil Zyperns geführt hat. Auch in der Öffentlichkeit steht der Einsatz des Schiffes unter Kritik. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der gut 30 Jahre alte Kahn dringend repariert werden muss. Doch die türkische Regierung beharrt darauf, dass die „Piri Reis“ ihren Job auch weiterhin tun könne.

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