Gefängniswand bei Erdbeben eingestürzt: Über 150 Häftlinge geflohen

Insassen des Gefängnisses von Van nutzten am vergangenen Sonntag das Erdbeben für sich. Als eine Außenwand des Gebäudes einstürzte, flohen 150 Inhaftierte. Die meisten von ihnen kehrten jedoch zurück, nachdem sie ihre Familien besucht hatten.

Bei dem Erdbeben in der türkischen Provinz Van stürzte eine Außenwand eines Gefängnisses mit rund 1000 Insassen ein. 150 von ihnen nutzten die Gunst der Stunde. Ihnen gelang nach Angaben der türkischen Zeitung „Hürriyet“ die Flucht. Die meisten Häftlinge scheinen jedoch nicht so kriminell zu sein, wie erwartet. Viele kehrten bereits wenige Stunden nach dem Erdbeben wieder in das Gefängnis zurück. Sie erklärten, sich um ihre Familien gesorgt zu haben. Sie seien nur geflohen, um sich von der Unversehrtheit ihrer Angehörigen zu überzeugen.

Häftlinge werden zurzeit gezählt

Erste Berichte vermuteten unter den Geflohenen PKK-Mitglieder. Die Gefängnisdirektion räumt diese Behauptungen aus dem Weg. Unter den Häftlingen seien keine Terrorverdächtigen, so Sefa Mermerci. Die Häftlinge werden zurzeit gezählt, um die Flüchtigen auszumachen. Angehörige, die nach dem Erdbeben ihre inhaftierten Verwandten besuchen wollen, können das in dieser Ausnahmesituation jederzeit tun, so Mermerci.

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