Erdbeben: Social Media half dabei, Leben zu retten!

Auf der Suche nach Verschütteten nutzen die türkischen Rettungsteams Information von Twitter und Facebook. So wissen sie schnell, wer wo auf Hilfe wartet. Falsche Postings auf den Seiten verschwenden allerdings immer wieder die kostare Zeit der Teams.

Bei einer Katastrophe, wie die Türkei sie gerade durch das schwere Erdbeben von Sonntag erlebt, leisten die sozialen Netzwerke wertvolle Arbeit. Schon bevor erste Sender im Fernsehen oder Hörfunk vom Erdbeben berichtetet, twitterten Bewohner aus den betroffenen Gebieten die Orte eingestürzter Gebäude und meldeten, wer wo verschüttet sei. Auch drei Tage nach dem Erdbeben wurden noch Menschen aus den Trümmern gerettet.

Saydun Gökşin, von der Vereinigung für Suche und Rettung (AKUT), erklärte der Zeitung „Radikal“, am Tag des Erdbebens seien direkt drei verschüttete Personen durch Informationen von Twitter gefunden worden. Ebru Caymaz, ebenfalls eine AKUT Sprecherin, betonte, die Nutzer sollten beim Posten ihrer Nachrichten gewissenhaft handeln, denn die Rettungsteams würden gegen die Zeit arbeiten. Damit bezog sie sich auf einen Bericht der Nachrichtenagentur „Anadolu“. Die Agentur meldete, dass Rettungsteams aufgrund von Fehlinformationen in sozialen Netzwerken kostbare Zeit verloren hätten.

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