Spendenmarathon: Türken geben 65 Millionen Lira für Erdbebenopfer

Nicht nur aus dem Ausland oder durch die Initiative türkischer Rockmusiker werden derzeit Gelder für die Erdbebenopfer in der Region Van mobilisiert. Auch die türkischen Medien riefen bereits zu einem Spendenmarathon auf.

Am vergangenen Dienstagabend riefen die türkische Samanyolu Media Group und die Wohltätigkeitsorganisation Kims Yok Mu gemeinsam zu einer Spendenaktion für die Menschen im Südosten des Landes auf. Im Rahmen einer Live-Sendung, durch die der bekannte Moderator Gezegen Mehmet führte und die über Samanyolu TV- und Radiostationen zu empfangen war, kamen insgesamt 65.056.527 Lira zusammen.

Kinder spenden ihr Erspartes für die Erdbebenopfer

Mehr als 9000 Menschen verschickten SMS, um so die Erdbebenopfer zu unterstützen. Auch viele prominente Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Kultur zeigten sich mit den Bürgern im Katastrophengebiet solidarisch, spendeten Geld und nahmen an der Show teil, wo sie die ganze Nacht hindurch Anrufe entgegen nahmen. Alle, so erklärt Mehmet, hätten die Einladung an diesem Spendenmarathon mitzuwirken ohne zu zögern angenommen. Zu den namhaften Spendern gehörte auch Fethullah Gülen. Der Gelehrte spendete  20,000 Lira an die Hilfskampagne „Kardeşlik Zamanı“. Doch auch die kleinen Gesten kamen beim Publikum ganz groß an. So leerte eine Gruppe von Kindern ihre Spardosen, um den Opfern der Erdbebenkatastrophe zu helfen. Insgesamt gaben sie 3,500 Lira.

Ähnliche Aktionen laufen auch auf Kanal D und ATV. Die Sendung „Ein Herz für Van“ wird an diesem Mittwochabend, ebenfalls mit zahlreichen Prominenten an Bord, ausgestrahlt. Der Erlös geht an Recep Tayyıp Erdoğans Fonds „Van Earthquake Humanitarian Assistance“

Internationale Welle der Solidarität mit Menschen in Van

Bisher hat die Türkei international eine Welle der Solidarität erfahren. Sportclubs und Verbände wie der WTA, Real Madrid und Liverpool, aber auch Stars wie die Sängerin Rihanna haben sich bereits engagiert. Unzählige Staatsoberhäupter schicken Gebete oder verfassen Kondolenzschreiben. Derzeit sind mehr als 4.000 medizinische Teams aus der ganzen Türkei in Van, um die Verletzten zu behandeln.

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