Erdbeben in Türkei: Zelte kein Schutz gegen den Schnee

Die Überlebenden des Erdbebens in Van haben mit immer schwereren Bedingungen zu kämpfen. Während es noch nicht einmal genug Zelte für alle gibt, verlassen andere diese wieder. Denn wie sich zeigt, bieten die Zelte bei Regen und Schnee nicht ausreichend Schutz.

Die Temperaturen in Van bewegen sich nur noch zwischen drei und neun Grad: Immer härtere Bedingungen für die Überlebenden des Erdbebens. Seit Mittwoch hört es nicht mehr auf zu regnen. Trotzdem kehrten viele nicht in ihre Wohnungen und Häuser zurück. Zu groß war die Angst vor Nachbeben. Das hält jetzt diejenigen, deren Häuser noch stehen, nicht mehr zurück. Am Donnerstagmorgen begann es in Van zu schneien. Die Wetterbedingungen werden sich in der kommenden Zeit offenbar nicht verbessern.

Am Sonntag hatte ein Erdbeben der Stärke 7,2 die Türkei erschüttert. Am Dienstag folgte ein Nachbeben der Stärke 5,4. Viele Häuser, die äußerlich unbeschädigt erscheinen, können einsturzgefährdet sein.

Die Zelte der türkischen Hilfsorganisation Roter Halbmond (Kizilay) bieten nicht mehr ausreichend Schutz. Das Innere der Zelte füllt sich mit Regenwasser und die Menschen frieren. Derzeit werden Wohncontainer aufgestellt, einige davon aus Israel, doch auch diese reichen nicht für die Masse der Menschen. Der Tageszeitung „Hürriyet“ erklärten vom Erdbeben Betroffene: „Uns hat das Erdbeben nicht getötet, aber die Kälte wird uns noch umbringen. Deshalb kehren wir in unsere Häuser zurück.“

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