Türkischer Politiker: Doppelt so viele PKK Terroristen in Deutschland wie in Kandil

Der türkische Parlamentssprecher Cemil Cicek machte im "Deutschland-Zug" gegenüber dem Vertreter der deutschen Botschaft in Ankara provokative Aussagen. Es störe ihn, dass sich Terroristen in Deutschland frei bewegen könnten.

Im nostalgischen Deutschland-Zug, der anlässlich des 50. Jahrestags des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens von Istanbul nach München fährt, sorgte Parlamentssprecher Cemil Cicek für heiße Diskussionen. Terroristen könnten sich in Deutschland frei bewegen, so Cicek. „In Deutschland gibt es doppelt so viele PKK- und DHKP-C-Mitglieder, wie in Kandil“, so die Aussage Ciceks. Kandil liegt im Nordirak. In den dortigen PKK-Stützpunkten sollen zahlreiche Anschläge geplant worden seien. Die DHKP-C, die Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front, wird in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet. Sie ist eine marxistisch-leninistische Organisation, die den türkischen Staat zerstören will. In Deutschland soll es einige Vereine geben, die der Organisation nahestehen.

Das blieben nicht seine einzigen provokativen Aussagen im Zug. Der Vertreter der deutschen Botschaft in Ankara erklärte: „Die Deutschen und die Türken haben immer gemeinsam gehandelt.“ Cemil Cicek antwortete darauf: „Das hat uns ein ganzes Reich gekostet. Ich hoffe die Deutschen sind sich dessen bewusst.“

Cicek: Deutschland kann das am langsamsten arbeitende Land sein

Die Türkei erlaube Deutschland eine Universität im Land zu eröffnen, Deutschland sei dazu im eigenen Land allerdings nicht bereit. In diesem Zusammenhang sagt er: „Wenn Deutschland will, ist es das am schnellsten arbeitende Land in Europa.“ Wenn Deutschland jedoch nicht wolle, wäre es das langsamste Land, so Cicek weiter. Der Zug wird am Sonntag München erreichen. Cemil Cicek wird nur bis Bulgarien mitfahren und von dort aus wieder in die Türkei zurückkehren.

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