Der zweite Yunus? Teenager nach 91 Stunden gerettet

Der 19-jährige Student Muhammed konnte am Donnerstag aus den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes gerettet werden. Ebenso der 18-jährige İmdak Padak. Beide wurden umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Für eine junge Frau kam die Hilfe hingegen zu spät ihre Verletzungen waren am Ende zu schwer.

Nach unglaublichen 91 Stunden konnte noch ein 19-jähriger Teenager aus den Trümmern gerettet werden. Er befand sich zum Zeitpunkt des Erdbebens der Stärke 7,2 am Sonntag in einem fünfgeschossigen Gebäude in Erciş. Den Landkreis Erciş in der Provinz Van hat das Beben am stärksten getroffen. Obwohl die Überlebenschancen nach 72 Stunden drastisch sinken und Regen sowie Schnee die Arbeiten in Van immer schwerer machen, leisten die Rettungsteams weiterhin vollen Einsatz.

Der Student Muhammed wurde direkt nach seiner Rettung in ein Krankenhaus in Erzurum gebracht. Auch der 18-jährige İmdak Padak wurde nach 100 Stunden gerettet und in ein Hospital nach Van gebracht. Beide hatten Glück im Unglück. Die Geschichte der jungen Englischlehrerin Gözde Bahar, die nach 67 Stunden unter dem Schutt hervorgezogen wurde, ging allerdings so tragisch aus wie die des 13-jährigen Yunus, der kurzzeitig zum Hoffnungsschimmer für die Türkei geworden war.

Yunus und Gözde wurden zu Hoffnungsträgern

Erst am vergangenen Montag feierte die Welt die Rettung des kleinen Yunus. Er hatte als einziger in einem eingestürzten Internet-Cafe überlebt, da die Leiche eines Mannes über ihm, die Last der Trümmer dämpfte. Bei seiner Rettung war allerdings noch nicht klar, dass er schwere innere Blutungen hatte. Auf dem Weg ins Krankenhaus erlag er seinen Verletzungen. Auch Gözde überlebte das Erdbeben am Ende nicht. Noch im Rettungswagen setzte ihr Herz aus. Im Krankenhaus konnten ihr die Ärzte nicht mehr helfen.

Bisher sind über 500 Todesopfer gezählt worden. Die Zahl wird vermutlich weiter ansteigen. Fast 3.000 Gebäude sind am Sonntag eingestürzt. Einige davon anscheinend auf Grund von Baumängeln. Ministerpräsident Erdogan kündigte an, die Verantwortlichen aufs Härteste zu bestrafen.

Mehr zum Thema:

Erdbeben in Türkei: Zelte kein Schutz gegen den Schnee
Erdbeben in Türkei: Probleme bei Verteilung der Hilfsgüter
Japaner spenden heimlich für Türkei!
Überlebt! Nach drei Tagen aus dem Schutt geborgen

» Lesen Sie alle Nachrichten über Erdbeben

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.