Erdbebenopfer: Türkische Pilger beten in Mekka

Die Zeit der Haddsch, der Pilgerfahrt der Muslime, hat begonnen. Auch in Van machen sich hunderte Pilger auf den Weg nach Mekka. Sie wollen die Reise nutzen, um für die Menschen in ihrer Heimat zu beten.

Rund 900 Pilger aus Van werden in Mekka erwartet. Trotz des Erdbebens wollen diejenigen, die können, diese Chance nicht verpassen. Das Van-Erdbeben kostete mehr als 500 Menschen das Leben. Viele müssen zurzeit in Zelten leben und sind auf Hilfe angewiesen. Für sie wollen die Pilger in Mekka beten. Schon vor Monaten haben sie diese Reise geplant und sich darauf vorbereitet.

Pilger werden in Mekka für Van beten

„Am meisten werde ich für Van und meine Familie beten. Ich will Gott darum bitten, dass diese Erdbeben aufhören“, sagt Fevzi Gürkaynak. Das Haus des 61-Jährigen wurde beim Erbeben beschädigt, aber nicht vollkommen zerstört. Suat, Ende 30, kann ebenfalls an nichts anderes denken als an die Menschen in Van. „Wir gehen mit einem komischen Gefühl“, meint Suat. Seine Familie muss nach dem Erdbeben in einem Zelt leben. Er werde auch für gutes Wetter beten. Die Kälte macht den im Freien lebenden Menschen schwer zu schaffen.

Zait Sönmez wird die Reise nicht antreten. Er gehört zu jenen, die enge Verwandte, ihr Haus verloren haben oder noch nach Vermissten suchen. „Mein Neffe war unter den Trümmern eingeklemmt. Die Rettungskräfte konnten ihn nicht rausholen. Möge Gott unserem Land und den Menschen Stärke geben.“

Die Pilgerfahrt nach Mekka gehört zu den fünf Säulen des Islams. Einmal im Leben sollte sie jeder praktizierende Muslim durchgeführt haben. Die Haddsch kann nur in einer bestimmten Zeit des Jahres begangen werden. Wegen dem großen Zulauf ist jedem muslimischen Land jährlich nur ein bestimmtes Kontingent an Plätzen vorbehalten.

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