Gaddafi: Chef des türkischen Religionsamts kritisiert Tötung

Die Bilder von Gaddafis Leiche gingen um die Welt. Mehmet Görmet, Direktor der türkischen Religionsbehörde, meint, das sei nicht angebracht gewesen. Er kritisiert zudem, dass Gaddafi überhaupt getötet wurde. Gerechtigkeit sei dadurch nicht hergestellt worden.

Mehmet Görmez, Direktor der türkischen Religionsbehörde, kritisierte die Art und Weise wie der ehemalige libysche Diktator Muammar al-Gaddafi getötet und wie das Ganze später in der ganzen Welt verbreitet wurde.

Das Verhalten passt nicht zu den Muslimen

„Ganz egal wie boshaft eine Person ist, die brutale Tötung dieser bringt keine Gerechtigkeit. Ganz im Gegenteil, es verletzt die Gerechtigkeit. Die Art und Weise wie Gaddafi getötet wurde und wie das in der ganzen Welt durch die sozialen Medien gezeigt wurde, passt nicht zu den Muslimen. Das passt auch nicht zu den Nachfahren Umar al-Muchtars“, erklärte Görmez. Umar al-Muchtar ist eine libysche Nationallegende. Er führte den Widerstand gegen die italienische Besetzung Anfang des 20. Jahrhunderts.

Gaddafi wurde um 20. Oktober bei seiner Flucht aus der Stadt Sirte von der NATO angegriffen. Anschließend wurde er festgneommen und getötet. Es ist unklar, ob er beim Gefecht oder gezielt von Mitgliedern der Übergangsregierung erschossen wurde. Die Bilder seiner Leiche und wie diese offenbar durch die Straßen geschleift wurde, gingen um die Welt.

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