Selbstmordanschlag: Mutter opferte sich für ihre Kinder

Bei einem Selbstmordanschlag in Bingöl starben drei Menschen, darunter Hatice Belgin. Zeugen beobachteten, wie sie sich auf die Attentäterin stürzte, um ihre drei Kinder vor der Explosion zu schützen.

Nach dem Selbstmordanschlag in der türkischen Provinz Bingöl am Samstag haben die Behörden erste Details über den Vorfall veröffentlicht. Die weibliche Terroristin hätte anscheinend noch viel mehr Menschen mit in den Tod reißen können, meldet die türkische Zeitung „Hürriyet“. Zeugen hätten berichtet, wie sich eine junge Mutter auf die Frau mit der umgeschnallten Bombe geworfen hatte. Diese konnte die Bombe erst danach zünden.

Cevdet Yilmaz: Hatice Belgin hat vielen Menschen das Leben gerettet

Hatice Belgin war mit ihren drei Kindern, dem 16-jährigen Veysel, der 14-jährigen Ceylan und der 11-jährigen Hazal bei den Einkäufen für das bevorstehende Opferfest am kommenden Wochenende. Als sie die Frau mit der Bombe sah, habe sie sich nach Zeugenaussagen für ihre Kinder geopfert.

Entwicklungsminister Cevdet Yilmaz erklärte: „Es ist noch nicht alles geklärt. Es sieht jedoch so aus, als hätte diese Frau vielen Menschen das Leben gerettet. Es kann natürlich sein, dass sie mit der Bombenattentäterin nur zusammengestoßen ist oder etwas anderes passiert ist. Das wird alles noch untersucht.“ Ihre drei Kinder wurden verletzt und werden im Krankenhaus behandelt. Die Lage des 16-jährigen Veysel ist weiterhin ernst. Hatice Belgin wurde am Sonntag beerdigt. Über das Ziel des Anschlags sei bisher noch nichts bekannt.

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