Nach den Kurden fordern auch Lasen ihre Rechte ein

Eine bestimmte Gruppe von Kurden fordert seit einiger Zeit den Unterricht in der Muttersprache. Nun meldet sich eine weitere Gruppe zur Wort: Der in Deutschland aktive Verein "Lazebura e.V." verlangt die Gründung eines Instituts für Lasische Kultur und Sprache.

Der in Deutschland aktive „Lazebura“-Verein hat einen Antrag auf die Erteilung des muttersprachlichen Unterrichts und die Gründung eines Instituts für Lasische Sprache und Kultur beim türkischen Kulturministerium gestellt, meldet die türkische Internetzeitung „Dipnot“ am Montag.

Lasische Intelektuelle und Künstler bezeichneten in ihrem Antrag an das Kulturministerium die lasische Sprache als eine der gefährdeten Sprachen, die auch von der UNESCO in den Weltaltlas der bedrohten Sprachen aufgenommen wurde. Ferner fügten sie hinzu, dass die lasische Sprache zu den ältesten Sprachen Anatoliens gehöre und einen Teil des Weltkulturerbes darstelle. Man dürfe nicht zusehen, wie das Lasische aber auch andere Sprachen Anatoliens aussterben.

Darüber hinaus verlangt der Verein der lasischen Intelektuellen und Künstler die Förderung der Mehrsprachigkeit in den türkischen Schulen, die Gründung eines Instituts für Lasische Sprache und Kultur, eine offizielle Garantie der Pressefreiheit und die legale Informationsvermittlung in der Muttersprache.

Der Verein „Lazebura e.V.“ wurde 1998 in Köln gegründet und beabsichtigt die Aufrechterhaltung und Wiederbelebung der lasischen Kultur und Sprache.

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