Berlin: Demonstration gegen Rechtsextremismus eskaliert

Eine ebenfalls auf Samstag angesetzte Demonstration von Kurden wurde noch am Freitag verboten. Die Gruppen schlossen sich dem Protest gegen Rechtsextremismus an. Obwohl sie auf Ausschreitungen vorbereitet waren, konnten die rund 2000 Polizisten eine Eskalation nicht verhindern.

86 Verletzte und 71 Festnahmen – Die Bilanz einer Demonstration gegen Rechts in Berlin-Kreuzberg. Linke und antifaschistische Gruppen hatten am Samstag zum Protest unter dem Motto „Staat und Nazis Hand in Hand? Gegen Faschismus und Polizeistaat!“ aufgerufen. Auch kurdische Vereine hatten sich angeschlossen, denn ihre ebenfalls am Samstag geplante Demonstration wurde vom Oberverwaltungsgericht verboten. Das Gerichtet vermutete, die Demo könne für PKK-Propaganda genutzt werden, berichtet der “Berliner Kurier”. Der Protest gegen rechtsextremistische Gewalt geriet schnell in den Hintergrund.

Die abgesagte Demo führte dazu, dass die Polizei am Samstag mit rund 2000 Beamten anrückte. Mit gewaltbereiten Teilnehmern habe man gerechnet. Aus der Erfahrung mit früheren Demonstration kurdischer Gruppen, bei denen Feuer entfacht wurde, hätten die Beamten Feuerlöscher dabei gehabt und seien auf Ausschreitungen vorbereitet gewesen, meldet der “Tagesspiegel”.

Bei dem Aufmarsch durch Kreuzberg begannen einige der rund 1.500 Teilnehmer mit Steinen und anderen Wurfgeschossen zu werfen. Die Polizei versuchte das mit Pfefferspray zu unterbinden. Über 80 Beamte wurden verletzt und 71 Demonstranten wurden festgenommen. 46 Verfahren wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung wurden eingeleitet, heißt es am Sonntag.

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