Zwei Türken bei Neonazi-Attacke in Dortmund schwer verletzt

Am vergangenen späten Samstagabend sind in Dortmund zwei Türken durch Neonazis schwer verletzt worden. Drei der sechs Täter wurden festgenommen. Einer von ihnen soll ein altbekannter gewaltbereiter Neonazi sein.

Die in Dortmund aufgewachsenen Türken im Alter von 16 und 17 Jahren seien auf dem Weihnachtsmarkt an der Reinoldikirche in Dortmund mit Fausthieben und Tritten gegen den Kopf traktiert worden, nachdem einer von ihnen kurz zu einem der Schläger Blickkontakt gehabt habe, berichten die „Ruhr Nachrichten“. Daraufhin habe er ihm zuerst den Satz: „Was guckst du, du Bastard“ zugerufen und ihn dann auch sofort körperlich angegriffen.

Der andere der beiden Türken habe, als er seinem Freund helfen wollte, mit einer Flasche einen Schlag gegen den Hinterkopf bekommen und sei gestürzt. Dann habe er nach eigener Aussage „nur noch Springerstiefel gesehen“. Er sei von mehreren Personen ins Gesicht und gegen den Kopf getreten worden und habe dabei auch den Satz „Scheiß Ausländer“ vernommen. Beide Opfer erlitten Kiefer-Prellungen, Verletzungen an der Nase, Platzwunden, Blutergüsse und Gehirnerschütterungen bei beiden Opfern.

Einer der sechs Angreifer war der bekannte Neonazi Sven K. (24), der 2005 mit einem Messer in einer Dortmunder U-Bahn-Haltestelle (Kampstraße) den Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz erstochen hatte. Sven K. hatte damals dafür eine siebenjährige Jugendhaftstrafe erhalten, war jedoch im September 2010 vorzeitig aus dieser entlassen worden. Nun sitzt er wieder im Gefängnis. Die anderen fünf Täter sollen aus der Skinhead-Front Dorstfeld stammen.

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