Syrien: Frankreich lädt Türkei zu EU-Beratungen ein

Die EU-Mitglieder wollen über sich treffen, um über die Sanktionen gegen den Iran zu beraten. Frankreich setzt sich dafür ein, dass auch die Türkei als Nicht-Mitglied an den Beratungen teilnimmt. Eine offizielle Einladung liegt noch nicht vor.

Frankreich setzt sich für die Teilnahme der Türkei bei den Beratungen zu Syrien ein. Eine versöhnliche Geste wie es scheint. Nicht zuletzt wegen der strikten Ablehnung der Türkei als EU-Mitglied, haben die beiden Länder nicht die besten Beziehungen.

Die EU steht laut Aussage eines EU-Offiziellen vor einer Bewährungsprobe bezüglich der Entscheidung, ob die Türkei in eine kritische Diskussion über die Haltung der Union gegenüber Syrien einbezogen werden soll oder nicht.
Beamte des türkischen Außenministeriums auf der anderen Seite sagen ganz offen, an der Frage, ob die Türkei eingeladen werde oder nicht, entscheide sich, ob die EU eine „Weltmacht“ werden oder ein „politischer Zwerg“ bleiben wolle.

Frankreich hatte am Montag vorgeschlagen, das Nicht-EU-Mitglied Türkei bei dem Ministertreffen über die anhaltenden Unruhen in Syrien dabeizuhaben, wegen seiner Schlüsselrolle in der Arabischen Welt.

„Wir haben Kenntnis von der französischen Initiative, aber wir haben noch keine offizielle Einladung erhalten. Wir haben deutlich gemacht, dass wir am Treffen teilnehmen würden, wenn uns eine offizielle Einladung der EU erreicht“, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums der „Hürriyet Daily News“.

Frankreich ist die Rolle der Türkei in der Arabischen Welt bewusst. Durch die Türkei erhofft man sich Einfluss auf viele der Länder. Die syrische Opposition tagt in der Türkei, syrische Flüchtlinge fanden in der Türkei Zuflucht und allein türkische Hilfe würde man akzeptieren, so die syrische Muslimbruderschaft. Westliche Hilfe sei nicht erwünscht. Mit einem Ausschluss der Türkei aus den Gesprächen würde sich die EU selbst ins Abseits manövrieren.

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