Pakistan: Frau droht Todesstrafe wegen Bekenntnis zum Christentum

2010 wurde Asia Bibi in Pakistan zum Tode verurteilt. Weltweit setzen sich Menschen für sie ein. Gerade auf internationale Hilfe ist sie angewiesen, denn Politiker, die sich in ihrem Land öffentlich für aussprachen, wurden getötet.

Die christliche Organisation The Voice of the Martyrs (VOM) sammelt Unterschriften, um die zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi vor der Vollstreckung des Urteils zu bewahren. Fast eine halbe Millionen Menschen haben bereits unterzeichnet. Die Unterstützer Bibis müssen in Pakistan mit schweren Konsequenzen rechnen. Umso mehr ist sie auf internationale Hilfe angewiesen.

“Unser Christus ist der wahre Prophet Gottes, nicht euer Mohammed” soll die Christin Asia Bibi 2009 zu ihren Arbeitskolleginnen gesagt haben. Diese sollen zuvor versucht haben, sie zum Konvertieren zu bewegen. Bibi selbst bestreitet diese Aussage, ihre Kolleginnen hätten sie diskriminiert, sagt sie. Asia Bibi gehörte zu den drei christlichen Familien in einem Dorf mit 1.500 Einwohnern. Nachdem der Streit zu eskalieren drohte und sich auch die Männer des Dorfes einmischten, wurde die junge Mutter zunächst zum Schutz vor den aufgebrachten Dorfbewohnern in Gewahrsam genommen.

Kurze Zeit später wurde sie dann allerdings angeklagt – wegen Blasphemie. Im November 2010 wurde sie schließlich zum Tode verurteilt. Verschiedene pakistanische Politiker setzen sich für ihren Freispruch ein. Salmaan Taseer, der Gouverneur der Provinz Punjab, in der Bibi lebte, besuchte sie im Gefängnis und sprach sich öffentlich gegen das fragwürdige Blasphemiegesetz Pakistans aus. Der Minister für Minderheiten, Shahbaz Bhatti, setzte sich ebenfalls für Bibis Freilassung ein. Beide wurden 2011 wegen ihren Äußerungen zum Blasphemiegesetz und der Unterstützung Bibis bei Attentaten getötet.

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