Nach Angriff: Großbritannien zieht Diplomaten aus Iran ab

Nach dem Angriff von Studenten auf die britische Botschaft in Teheran am Dienstag hat Großbritannien diplomatisches Personal aus dem Iran abgezogen.

Laut BBC-Angaben wurde bereits eine erste Gruppe von Botschaftsangehörigen nach Dubai ausgeflogen. Das Auswärtige Amt teilte mit, dass „einige Mitarbeiter“ die Botschaft in der iranischen Hauptstadt „zu ihrer eigenen Sicherheit“ verlassen hätten, wollte aber nicht bestätigen, dass alle britischen Diplomaten abgezogen wurden. Der britische Premierminister David Cameron warnte den Iran vor „ernsthaften Konsequenzen“. Teheran ließ verlauten, es bedauere den Vorfall.

Der Angriff der Studenten am Dienstag, die mit Flaschen, Steinen und Benzinbomben auf die britische Botschaft losgingen, folgte auf die britische Entscheidung, weitere Sanktionen gegen den Iran aufgrund dessen Atomprogramm zu verhängen. Die Demonstranten plünderten die Botschaft, warfen Dokumente aus den zerstörten Fenstern, verbrannten britische, israelische und US-amerikanische Fahnen und zündeten ein Auto an. Auch in einer britischen Wohnsiedlung der iranischen Hauptstadt wurde offenbar randaliert. Die Szenen erinnern an die Wut gegen westliche Mächte nach der Islamischen Revolution 1979. Verletzt wurde zum Glück anscheinend niemand. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstranten zu vertreiben.

Der Iran hatte seinerseits am Wochenende einen Gesetzentwurf verabschiedet, der es erlaubt, den englischen Botschafter auszuweisen und damit die diplomatischen Beziehungen mit dem Vereinigten Königreich auf ein Minimum zu reduzieren.

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