Ministerin Schröder: Wollte sie „anti-muslimische Ressentiments“ schüren?

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) ist unter Druck geraten, weil sie in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" die Ergebnisse einer Studie zu Zwangsehen völlig falsch auslegt und damit anti-muslimische Ressentiments geschürt haben soll.

In einer schriftlichen Stellungnahme bemängelt der wissenschaftliche Beirat des Familienministeriums etwa die Tatsache, dass Schröder von „3443 Fälle von Zwangsverheiratungen“ spricht, „welche die Beratungsstellen in Deutschland für das Jahr 2008 registriert“ haben. Der genaue Wortlaut der Studie (Hier der Link zum PDF) hatte gelautet, es seien „3443 Personen im Jahr 2008 in insgesamt 830 Beratungsstellen erfasst“ worden. Davon seien „60 Prozent angedrohte und 40 Prozent vollzogene Zwangsverheiratungen“. Die Kritiker sagen an dieser Stelle: „Hierbei werden angedrohte Straftaten mit tatsächlich stattgefundenen gleichgesetzt.“

Darüber hinaus sorgen sich die Wissenschaftler, dass aufgrund einer „scharfen Formulierung anti-muslimische Ressentiments Auftrieb erhalten“. Schröder hatte in ihrem Beitrag gefordert, dass „manche traditionelle Wurzeln endgültig durchtrennt werden“ müssten.

Hier der Link zum Gastbeitrag von Schröder für die „FAZ

Den kompletten Wortlaut der Stellungnahme lesen Sie hier

UPDATE: Auch das Familienministerium hat in einer Gegenäußerung zu den Vorwürfen noch einmal Stellung genommen.

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