Katherine Jackson: „Vier Jahre für Murray sind nicht genug“

Katherine Jackson ist unzufrieden mit dem Urteil gegen den einstigen Leibarzt von Michael Jackson. Dr. Conrad Murray hatte am vergangenen Dienstag die Höchststrafe von vier Jahren erhalten. Doch ihren Sohn wird das nicht zurückbringen.

Noch kurz vor der Verkündung des Strafmaßes gegen Dr. Conrad Murray hat dessen Mutter, Milta Rush, um ein mildes Urteil für ihren Sohn gebeten. Das Ganze, so argumentierte sie in einem Brief an den Richter, sei keine Absicht gewesen. Conrad sei ein guter Mensch, der sie nie etwas habe zu Schulden kommen lassen.

Ihr Appell lief jedoch ins Leere. Der einstige Leibarzt von Michael Jackson empfing die Höchststrafe von vier Jahren. Während sie sich nun vor Traurigkeit weiter verzehrt, gibt es eine weitere Frau, die mit dem Urteil gegen den Kardiologen alles andere als zufrieden ist. Katherine Jackson, die Mutter des Toten, ist überzeugt: „das ist nicht genug“.

Muss Murray nur die Halbe Strafe absitzen?

Als die betagte Dame den Gerichtssaal in Los Angeles verließ, war ihr der Unmut über den Richterspruch förmlich anzusehen. Zwar dankte sie nach sechs Wochen Prozess sowohl den Staatsanwaltschaft als auch dem Richter Michael Pastor dafür, dass nun die Gerechtigkeit gesprochen hätte. Doch die Zeit, die Dr. Conrad Murray wegen wegen fahrlässiger Tötung im Gefängnis verbringen müsste, würden ihren geliebten Sohn Michael Jackson nicht wieder zurückbringen.

Die Strafe hat, nicht nur für Katherine Jackson, einen weiteren faden Beigeschmack. Denn es könnte durchaus sein, dass Murray von dieser Strafe, 46 schon eingesessene Tage wurden ihm bereits „gutgeschrieben“, nur die Hälfte verbüßen müsste. Zu seiem Vorteil könnte ein in Kalifornien neu eingeführtes Gesetz („Realignment Act“) sein. Auf Grund der massiven Überfüllung der Anstalten, werden Vergehen wie eben fahrlässige Tötung derzeit oftmals mit Hausarrest abgestraft.

Arzt wurde von TV-Team im Prozess begleitet

Dr. Conrad Murray nahm das Urteil unterdessen ohne Regung auf. Zuvor fand der Richter allerdings deutliche Worte: „Einige meinen, Dr. Murray ist ein Heiliger, andere halten ihn für den Teufel. Die Wahrheit ist: Er ist keines von beiden, er ist ein Mensch. Aber als solcher ist er verantwortlich für den Tod eines anderen Menschen.“ Noch immer sei der Arzt, der während des Prozesses von einem TV-Team begleitet wurde, die eine Dokumentation über den Fall erstellt, eine „Bedrohung für die Öffentlichkeit“. Über eine mögliche 100-Millionen-Dollar-Entschädigung für Jacksons Familie wurde noch nicht entschieden.

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Dr. Conrad Murray: Mutter bittet Richter um Gnade

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