Türkei: Amokläufer rief „Allahu Akbar“, dann schoss er

Der Amokläufer, der am Mittwoch zwei Menschen verletzte, stammt offenbar aus Libyen und reiste erst vor einigen Tagen in die Türkei ein. Augenzeugen berichteten, er habe behauptet, Syrer zu sein.

Innenminister Idris Naim Sahin veröffentlichte die Personalien des getöteten Amokläufers. So sei der 36-jährige Libyer Samir Selam Ali, der am Mittwochvormittag in Istanbul wild um sich schoss, am 27. November in die Türkei eingereist und sei mit einem Auto mit syrischem Kennzeichen zum Topkapi-Palast gefahren. Er habe zwei Waffen und Munition bei sich gehabt. Bevor er von einer Spezialeinheit getötet wurde, verletzte er einen Soldaten, der vor dem Palast Wachdienst hatte und einen Parkplatz-Angestellten.

Ali habe einem Soldaten vor dem Topkapi-Palast zunächst ins Bein geschossen und sei an ihm vorbei in den Palast gegangen, in dem sich bereits Besucher befanden. Nach Angaben türkischer Medienberichte hätten Augenzeugen berichtet, er habe gesagt, er sei aus Syrien und habe „Allahu Akbar“ (dt. Gott ist groß) gerufen. Der Zeuge Idris Cengiz erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AP: „Er kam auf uns zu und mein Freund sagte, er sähe aus wie ein Jäger. Also fragte ich ihn auf Englisch: ‚Bist du ein Jäger‘? Er antwortete etwas auf Arabisch, was ich nicht verstand und sagte dann ‚Allahu Akbar‘.“

Auf die Aufforderung, sich zu ergeben, habe Ali nicht reagiert. Erst nach über einer Stunde habe man ihn unschädlich machen können. Über die Motive ist noch nichts bekannt, Minister Sahin erklärte lediglich: „Das Motiv eines Angriffs ist Schaden zuzufügen.“

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