Paris: Todes-Meldung sollte Türken und Kurden gegeneinander aufhetzen

Hasan Aksoy sei bei Zusammenstößen mit PKK-Sympathisanten ums Leben gekommen. Das wurde offenbar im Internet verbreitet, um Türken gegen Kurden aufzuhetzen. Der Jugendliche kann sich nicht erklären, wie es zu den Nachrichten über seinen Tod gekommen ist.

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich am Dienstag die Nachricht, ein türkischer Jugendlicher sei von PKK-Sympathisanten in Paris getötet worden. Bei einer Anti-Terror-Demo wurden türkische Demonstranten von der PKK-nahen Gruppe angegriffen. Dabei seien 15 Personen verletzt worden. Die „Hürriyet“ meldete, der 18-jährige Hasan Aksoy sei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Daraufhin kam es in den Vororten von Paris zu Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Türken. Die Nachricht stellte sich als offenbar beabsichtigte Falschmeldung heraus, so die „Zaman“.

Die Türkische Föderation in Frankreich erklärte: „Wir wussten schon vorher von dem Plan der PKK-Sympathisanten, die türkischen Demonstranten anzugreifen. Wir haben die Demonstration nicht unterstützt.“ Sie warnten die türkischen Jugendlichen davor, in solche Fallen zu tappen.

Hasan Aksoy: Ich weiß nicht, woher die Gerüchte kommen

Zwei Tage dauerte es bis Hasan Aksoy gefunden wurde. Er erklärte: „Ja, es stimmt. Ich war bei den Auseinandersetzungen  dabei. Aber ich wurde nicht schwer verletzt. Ich weiß auch nicht, woher diese Gerüchte kommen.“

Die französischen Türken hatten sich auf dem Bastille-Platz mit türkischen Fahnen versammelt, sangen die türkische Nationalhymne und widmeten den beim PKK-Anschlag in Hakkari getöteten 24 Soldaten eine Schweigeminute. In der gesamten Türkei und vielen europäischen Großstädten kam es zu Anti-Terror-Demonstrationen. Teilweise trafen auch bei anderen Protesten PKK-Symphatisanten und Türken aufeinander. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Gruppe vor.

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