Wegen Dreck im Krankenhaus: Drei Babys sterben in Bremen!

Am Klinikum Bremen-Mitte sind aufgrund mangelnder Hygiene drei zu früh geborene Säuglinge gestorben. Sie waren aus noch ungeklärter Ursache mit gefährlichen Keimen infiziert worden.

Die Ärzte sprechen von einem „schweren hygienischen Zwischenfall“ in der Neugeborenen-Station einer Bremer Klinik. Es handelt sich um sogenannte ESBL-Keime, die im Darm vorkommen und in einer mutierten Form gefährlich werden können. Gesundheitsstaatsrat Joachim Schuster äußerte, die Quelle könnten sowohl Menschen als auch Gegenstände sein, die Ursachenfindung sei extrem schwierig.

Zwei der Säuglinge seien bereits im August gestorben, ein drittes erst „vor kurzem“. Aber erst am Dienstag ging die Klinik an die Öffentlichkeit. Radio Bremen meldet, dass noch zehn weitere Kinder erkrankt seien. Die Polizei ermittelt.

Bereits im August 2010 waren in der Kinderklinik der Universitätsmedizin Mainz aufgrund einer verunreinigten Nährlösung drei Kinder gestorben. Eine Ursache konnte nie zweifelsfrei nachgewiesen werden, weshalb die Ermittlungen nach einem Jahr eingestellt wurden. In Deutschland ist fast jedes zehnte Neugeborene ein sogenanntes Frühchen (vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche geboren). Säuglinge, die nach der vollendeten 24. Schwangerschaftswoche geboren werden, überleben zu 60 bis 80 Prozent, wobei unter diesen zu etwa einem Drittel langfristige gesundheitliche Probleme auftreten und zu etwa zehn Prozent eine Schwerbehinderung.

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